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Kindstötungsfall vom LG Cottbus durch BGH teilweise aufgehoben!

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Auf die Revision der Angeklagten hat der BGH den Schuldspruch des LG Cottbus bestätigt, jedoch das Urteil im Ausspruch über die Höhe der Jugendstrafe aufgehoben.

Das LG Cottbus hat die zur Tatzeit 17 Jahre alte Angeklagte wegen der vorsätzlichen Tötung ihres Kindes unmittelbar nach der Geburt zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Auf die Revision der Angeklagten hat der 5. (Leipziger) Strafsenat des BGH den Schuldspruch bestätigt, jedoch das Urteil im Ausspruch über die Höhe der Jugendstrafe aufgehoben. Da das LG bei der Strafzumessung die bei der Geburt auftretenden, für die Angeklagte äußerst belastenden und lebensgefährlichen gesundheitlichen Komplikationen nicht berücksichtigt habe, konnte der Senat nicht ausschließen, dass es bei Einbeziehung dieses relevanten Umstands auf einen niedrigeren Erziehungsbedarf erkannt hätte. Das LG müsse deswegen erneut über die Höhe der Jugendstrafe befinden.

Björn Blume, Rechtsanwalt


Rechtstipp vom 15.09.2009
aus der Themenwelt Straftaten und dem Rechtsgebiet Strafrecht

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