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Klagefrist bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses

aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht
Klagefrist für die Kündigungsschutzklage 

Nicht selten wollen Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber gekündigt wird, diese Kündigung vom Arbeitsgericht auf deren Rechtmäßigkeit hin überprüfen lassen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Kündigungsschutzgesetz eine Frist von 3 Wochen für die Erhebung der Kündigungsschutzklage vorsieht. Wird diese Frist versäumt, ist die vom Arbeitgeber erklärte Kündigung allein aus diesem Grunde wirksam. Für den Beginn dieser Frist ist jedoch nicht das Datum der Kündigung, sondern der Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung beim Arbeitnehmer maßgeblich. Zugang bedeutet, dass die Kündigungserklärung so in den Machtbereich des Kündigungsempfängers gelangen muss, dass dieser unter gewöhnlichen Umständen vom Inhalt der Erklärung Kenntnis nehmen kann. Wird also beispielsweise das Kündigungsschreiben in den späten Abendstunden in den Briefkasten des Arbeitnehmers eingeworfen, so gilt die Erklärung erst als am nächsten Tag zugegangen, da unter gewöhnlichen Umständen nicht damit zu rechnen ist, dass der Arbeitnehmer in den späten Abendstunden noch seinen Briefkasten leert.

Beabsichtigt ein Arbeitnehmer, die vom Arbeitgeber erklärte Kündigung des Arbeitsverhältnisses gerichtlich auf deren Rechtmäßigkeit hin überprüfen zu lassen, so empfiehlt es sich, umgehend nach Erhalt der Kündigung Rat bei einem in arbeitsrechtlichen Fragen erfahrenden Rechtsanwalt zu suchen. 

Der Verfasser, Rechtsanwalt Sebastian Schaak, ist Mitarbeiter der Sozietät Mauersberger, Brehmel, Traupe, Bahnhofstr. 52, 14612 Falkensee

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