Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Kosmetikstudio in Apothekenbetriebsräumen apothekenrechtlich nicht erlaubt

(18)

Kosmetikbehandlungen in den Räumen einer Apotheke sind mit dem Grundauftrag einer Apotheke nicht in Einklang zu bringen. Eine Apothekerin bietet im Obergeschoss der Apotheke Kosmetikbehandlungen wie Peeling, Entspannungsmassage, Brauenkorrektur usw. an. Der Kosmetikbereich wird von Kunden über eine Außentreppe und durch einen Flur erreicht, von dem aus auch zur Apotheke gehörende Vorratsräume und das Labor zugänglich sind.

Das VerwG Minden erkannte darin einen Verstoß gegen die Apothekenbetriebsordnung. Die von der Klägerin angebotenen Kosmetikbehandlungen stellen nach Ansicht des Gerichts weder eine mit dem Apothekenbetrieb einhergehende Leistung dar, noch handelt es sich um ein innerhalb der Apothekenbetriebsräume erlaubtes Nebengeschäft. Die Tätigkeit des Apothekers sei immer an seinem Auftrag zu messen, eine ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arznei sicher zu stellen. Deshalb verbiete sich die Vermischung mit einem Kosmetikstudio.

In dem Zusammenhang hat das Gericht nicht die Frage entschieden, ob die Erbringung von Kosmetikbehandlungen in abgetrennten Räumen durch Untermieter zulässig wäre.

Verwaltungsgericht Minden, Urteil vom 26.01.2011, Az. 7 K 1647/10


Rechtstipp vom 04.11.2011
aus dem Rechtsgebiet Medizinrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps des Autors

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.