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KTG-Agrar-Pleite: Insolvenzverwalter will Schadensersatz von Managern

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21.09.2017: Das renommierte und zur Frankfurter FAZ-Verlagsgruppe gehörende Internetportal Finance Magazin berichtet erneut über den gigantischen Pleiteskandal rund um den (mittlerweile großteils von der Bremer Zech-Gruppe übernommenen) KTG-Agrar-Konzern. Wie Finance Magazin schreibt, fordere Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus vom verantwortlichen Personal rund um Unternehmensgründer und vormaligen Chef Siegfried Hofreiter Schadensersatz. Hierbei sollen von den Managern und Aufsichtsräten persönlich Millionenbeträge eingetrieben werden. Unter Berufung auf gut informierte Insiderkreise habe die Zeitschrift Capital hier die beachtliche Summe von 218 Millionen € benannt. Denkhaus selber sei zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen.

218 Mio. € Forderungen gegen Hofreiter und Co.

Begründet würden die nun im Raume stehenden Forderungen gegen die Verantwortlichen mit dem Vorwurf der Insolvenzverschleppung. Mindestens ein Jahr habe Hofreiter hier trotz bereits bestehender Nonvalenz Zahlungen zulasten der Gläubiger geleistet. Den Berichten von Capital zufolge bestünden zwar Managerhaftpflichtversicherungen der Allianz für die betroffenen Aufsichtsräte und Manager. Die hier vereinbarten Deckungssummen würden hingegen den verursachten Schaden nicht ansatzweise decken.

Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen aus

Zwischenzeitlich habe nunmehr auch die zuständige Hamburger Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen in der Megapleite ausgeweitet. Es bestünde mittlerweile der Verdacht auf Insolvenzverschleppung, Untreue und Betrug. Insolvenzverwalter Denkhaus habe angekündigt, nötigenfalls Klage einzureichen. Wie zu hören ist, liegen auch von anderer Seite mittlerweile mindestens 25 Strafanzeigen gegen Hofreiter vor. In der umfangreichen Berichterstattung über den Pleiteskandal wurden als Namen aus dem Kreise der Verantwortlichen weiterhin unter anderem die Herren Ulf Hammerich, Thomas Berger sowie Christian Heck genannt.

Ungeklärte Geldabflüsse in dreistelliger Millionenhöhe

Bei der Pleite rund um die KTG Agrar handelt es sich um einen der größten Anlageskandale der Geschichte der Bundesrepublik. Überwiegend Kleinanleger in großer Zahl, die Rede ist hier von rund 10.000, hatten dem Unternehmen über verschiedene Anleihen rund 350 Millionen € zufließen lassen. Leider muss davon ausgegangen werden, dass der vielzitierte Wirtschaftskrimi auf unbestimmte weitere Zeit fortgeschrieben werden muss: Nach wie vor ist eine nachgerade unübersehbare Vielzahl an Details völlig unklar. Im Fokus stehen hier vor allem von Hofreiter freihändig vergebene Darlehen an nach wie vor unbekannte Adressen. Auch ein dubioser Bilanzposten von 214 Millionen € sowie mindestens auffällige Rumäniengeschäfte des ehemaligen Aufsichtsrates Julian Voss sorgen nach wie vor für dicke Fragezeichen. Der Kreis der Beschuldigten scheint jedenfalls äußerst wortkarg zu bleiben.

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Rechtstipp vom 30.09.2017

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