Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

KTG Agrar: Sensenmann winkt mit Insolvenz

(7)

29.06.2016: die seriöse Wirtschaftspresse beschäftigt sich täglich eingehender mit den Vorgängen innerhalb der KTG Agrar SE. Die Befürchtung einer kurzfristigen Insolvenz steht immer deutlicher im Raum und wird mittlerweile auch aus dem Unternehmen heraus thematisiert. Hintergrund ist die verschobene Zinszahlung für die im kommenden Jahr fällige Anleihe, rund 15 Millionen € wären hier Anfang Juni fällig gewesen. Problematisch für das Unternehmen ist nun vor allem das in den Anleihebedingungen festgehaltene Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass sich die Couponzahlung mehr als 30 Tage verzögert.

Da das Unternehmen die bereits auf die ursprünglich geplante Hauptversammlung am heutigen Donnerstag verschobene Ausschüttung nach deren miserabel begründeter („Erntebeginn“) Umdisposition in den September überhaupt nicht mehr thematisiert, rückt nun die sofortige Fälligstellung des gesamten Volumens in Höhe von 250 Millionen € in den nächsten Tagen in den Bereich des wahrscheinlichen. Beispielhaft das Handelsblatt zitiert einen Unternehmenssprecher in dieser Hinsicht mit den Worten: „Solange die Zinszahlung nicht geleistet wurde, kann eine Insolvenz nicht ausgeschlossen werden“.

Wie bereits beschrieben, scheinen die Marktteilnehmer respektive Aktionäre sowie Anleihegläubiger des Unternehmens diese fatale Entwicklung für hoch wahrscheinlich zu halten – anders kann das massive Abschmieren der jeweiligen Kurse kaum gedeutet werden. Die betroffenen Investoren mögen sich zwischenzeitlich die Frage stellen, ob nicht die Verantwortlichen im Unternehmen bereits in den vergangenen Jahren, in denen dreistellige Millionenbeträge am Markt eingesammelt wurden, möglicherweise schon Kenntnis von den sich abzeichnenden Schwierigkeiten gehabt haben könnten – was im Zweifelsfall Schadensersatzansprüche bis hinein in die personelle Ebene begründen dürfte.

Adwus Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in Adwus Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. Adwus Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen Adwus Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und aber auch die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

Wir stehen mit unserem bundesweit tätigen Unternehmen für ausgewiesene fachliche Kompetenz und langjährig erworbene Expertise und setzen uns mit Erfahrung und Leidenschaft dafür ein, Ihre Interessen und Rechte bestmöglich zu vertreten.

Adwus Rechtsanwälte sind auch am Wochenende und an Feiertagen für Sie erreichbar und stehen für faire und transparente Kosten.


Rechtstipp vom 30.06.2016

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.