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Kündigung erhalten – was nun?

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Wie stehen die Chancen, erfolgreich gegen eine Kündigung vorzugehen?

Sie haben gerade Ihre Kündigung erhalten und überlegen, was zu tun ist?

Sie möchten sich eigentlich zur Wehr setzen, sind sich aber nicht sicher, wie die Chancen stehen?

In der Regel lohnt es sich gegen eine Kündigung gerichtlich vorzugehen. Denn es gibt viele Gründe, warum eine Kündigung unwirksam sein kann. In diesem Fall sollte Kündigungsschutzklage erhoben werden.

Hier ein paar Beispiele für Mängel der Kündigung:

  • die Kündigung wahrt nicht die Form, z. B., weil sie per eMail erklärt wurde.
  • die Kündigung wurde von einer hierzu in Wirklichkeit nicht berechtigten Person erklärt
  • der Betriebsrat wurde vor der Kündigung nicht angehört
  • Es wurde gekündigt, ohne zuvor abzumahnen
  • zwar gab es eine Abmahnung, die Kündigung ist aber unverhältnismäßig
  • die Kündigung ist zwar verhältnismäßig, sie wurde aber nicht rechtzeitig ausgesprochen
  • Die Kündigung erfolgte aus betrieblichen Gründen, andere Arbeitnehmer haben aber ungünstigere Sozialdaten
  • es wurde krankheitsbedingt gekündigt, obwohl die Prognose für die Genesung günstig ist
  • Die Kündigung wurde ausgesprochen, obwohl der Arbeitnehmer anderweitig eingesetzt werden kann
  • Es liegt ein Verstoß gegen besondere Kündigungsschutzvorschriften vor (Schwangerschaft, Schwerbehinderung, Datenschutz usw.)

Die genannten Beispiele sind keineswegs abschließend.

Aber Vorsicht: rasches Handeln ist wichtig

Ist die Kündigung aus diesen oder sonstigen Gründen angreifbar, ist schnelles Handeln angesagt. Bei Rechtswidrigkeit der Kündigung muss nämlich innerhalb von 21 Tagen Klage beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Bei Versäumung der Drei-Wochen-Frist gilt die Kündigung allein wegen des Zeitablaufs als wirksam, obwohl sie zunächst rechtswidrig war.

Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses oder Abfindung?

Die Kündigungsschutzklage richtet sich zwar auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses. In der Regel wird der Prozess vor dem Arbeitsgericht jedoch gegen Zahlung einer Abfindung beendet. Die Höhe der Abfindung ist gesetzlich nicht geregelt und hängt letztlich davon ab, wie schwer der zur Unwirksamkeit der Kündigung führende Fehler wiegt.

Ist Ihnen gekündigt worden? Falls ja, kann ich als Fachanwalt für Arbeitsrecht die Kündigung für Sie gerne auf ihre Wirksamkeit prüfen. Weist die Kündigung – wie fast immer – Fehler auf, gehen wir gerichtlich dagegen vor. Rufen Sie an, wir vereinbaren kurzfristig einen Termin.

Meine Kanzlei befindet sich nicht weit vom Arbeitsgericht Berlin in zentraler Lage in Schöneberg (nähe KaDeWe).


Rechtstipp vom 12.03.2017
aus der Themenwelt Abmahnung und Kündigung und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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