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Kündigung erhalten? Was sollten Sie jetzt beachten bei Aufhebungsverträgen und Abfindungsverhandlungen?

Rechtstipp vom 03.06.2015
Rechtstipp vom 03.06.2015

Meist kommt eine Kündigung für Arbeitnehmer überraschend. Durch die Kündigung ist man bereits getroffen genug, dennoch muss man jetzt schnell reagieren, da mit Zugang der Kündigung Fristen laufen. Heute beantworten wir häufige Fragen von Arbeitnehmern, die uns immer wieder bei Kündigungsschutzprozessen gestellt werden. Unsere Kanzlei beschäftigt sich täglich mit arbeitsrechtlichen Fragen. Die Zeitschrift „TV Hören und Sehen“ zählt unsere Kanzlei in der Ausgabe 8/2014 zu den Top-15-Kanzleien im Bereich Arbeitsrecht in Deutschland.

Muss ich irgendwelche Fristen beachten, wenn ich gegen die Kündigung vorgehen möchte?

Auf alle Fälle. Eine Kündigung muss innerhalb von 3 Wochen ab Zugang mittels Kündigungsschutzklage angegriffen werden. Wichtig: Durch Verhandlungen mit dem Arbeitgeber wird diese Frist nicht verlängert. Sie läuft gnadenlos weiter. Ist die Frist abgelaufen, kann nur noch selten gegen die Kündigung vorgegangen werden. Daher sollten Sie sich frühzeitig nach Erhalt einer Kündigung an einen spezialisierten Arbeitsrechtler wenden.

Wie hoch ist mein Anspruch auf Abfindung?

Auch wenn es viele anderes behaupten: Gesetzlich gibt es keinen Anspruch auf eine Abfindung. Nur wenn der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt und im Kündigungsschreiben anbietet, eine Abfindung in Höhe eines halben Monatsgehaltes pro Beschäftigungsjahr zu zahlen, kennt das Gesetz einen solchen Anspruch auf Abfindung. Sonst nicht.

Abfindungen werden dennoch oft gezahlt, um eine Klage zu verhindern oder eine teure Niederlage bei Gericht zu vermeiden. Als Faustformel wird von einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr ausgegangen. Bedeutet: Verdient ein Arbeitnehmer also 2.500 € brutto und war sechs Jahre in der Firma beschäftigt, würde man als Faustformel 3 Monatsgehälter, also 7.500 Euro ansetzen. Natürlich gibt es je nach Einzelfall Abweichungen in die eine oder andere Richtung. Wir versuchen natürlich stets, das beste Ergebnis für Sie zu erzielen.

Was ist mit einer Aufhebungsvereinbarung?

Ohne anwaltliche Prüfung sollten Sie keine Vereinbarung unterschreiben, da hier eine Sperre von der Agentur für Arbeit drohen kann. Die Formulierungen sollte man daher genau prüfen. Generell ist gegen solche Vereinbarungen nichts einzuwenden. Wenn sie richtig formuliert sind.

Ist es sinnvoll, gegen die Kündigung vorzugehen?

Ja, zumindest in den meisten Fällen. Sehen wir keinen Sinn, sagen wir Ihnen das natürlich im Rahmen der ersten Einschätzung. Da bereits bei den Kündigungsfristen und deren Berechnungen leicht und oft Fehler passieren, kann dies schnell sehr teuer für den Arbeitgeber werden. Sie erhalten dann nämlich weiter Gehalt, unter Umständen obwohl Sie freigestellt sind und gar nicht arbeiten.

Und was, wenn ich bereits eine neue Stelle in Aussicht habe?

Auch in diesen Fällen kann eine Abfindungszahlung ausgehandelt werden. Hierfür wäre es gut, wenn der Arbeitgeber von Ihrem neuen Job keine Ahnung hat. Solche Konstellationen können von uns im Rahmen von Aufhebungsverträgen berücksichtigt werden. Je nach Kündigungsfrist können hohe Summen für Sie ausgehandelt werden, so dass sich auch hier anwaltlicher Rat lohnen kann. Aufgrund der kurzen Fristen kann meist sehr schnell eine Einigung erzielt werden.

Was kostet mich das Ganze?

Wenn Sie eine Rechtschutzversicherung haben, übernimmt diese meist die Kosten. Falls nicht, bieten wir Ihnen eine kostenlose, telefonische Ersteinschätzung an. Sie bekommen eine erste Einschätzung und auch Informationen über die möglichen Kosten. Verfügen Sie über ein geringes oder gar kein Einkommen besteht die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen, so dass der Staat zunächst unsere Kosten übernimmt.

Wie läuft ein solches Verfahren überhaupt ab?

Telefonisch vereinbaren wir einen Termin, in dem wir mit Ihnen über die Kündigung sprechen. Wenige Tage danach erheben wir Klage beim Arbeitsgericht. Oft wird dann innerhalb von drei bis vier Wochen ein Gütetermin bestimmt. Diese Zeit wird von uns schon genutzt, einen möglichen Vergleich außergerichtlich zu erzielen. Gelingt das, findet der Termin gar nicht erst statt. Ein protokollierter Vergleich wirkt dann wie ein Urteil.

Für eine kostenlose telefonische Ersteinschätzung erreichen Sie uns montags bis freitags unter 0621-39182022. Beratungstermine können in Mannheim, Neustadt/Wnstr. oder in Darmstadt stattfinden. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!


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