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Kündigung erhalten – was tun?

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Erhält ein Arbeitnehmer eine Kündigung, ist dies meist kein Grund zur Freude. Oft stellt sich dann die Frage, wie man damit umzugehen hat. Dies soll der folgende Artikel näher erläutern.

1. Die Kündigung im Arbeitsrecht

Eine Kündigung ist eine Erklärung – Juristen sprechen auch von einer Willenserklärung –, durch die das Vertragsverhältnis einseitig beendet wird. Kündigen kann dabei grundsätzlich jeder Vertragsteil, ohne dass der andere Teil der Kündigung zustimmen muss. Kündigt jedoch der Arbeitgeber, hat er, da der Arbeitnehmer vom Arbeitsrecht besonders geschützt wird, oft höhere Begründungserfordernisse als der Arbeitnehmer.

Stimmen beide Teile der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu, handelt es sich dabei nicht um eine Kündigung, sondern einen Aufhebungsvertrag.

2. Worauf muss ich bei Erhalt der Kündigung achten?

Damit eine Kündigung wirksam ausgesprochen werden kann und zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führt, müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein.

Die Kündigung muss in Schriftform abgefasst sein. Dies bedeutet grundsätzlich, dass diese eigenhändig von jemandem, der zur Kündigung berechtigt ist, unterschrieben werden muss.

Zudem muss der Arbeitgeber die Kündigungsfrist einhalten. Diese wird durch § 622 BGB bestimmt und darf grundsätzlich nicht zu Ungunsten des Arbeitnehmers davon abweichen. In der Probezeit, die maximal sechs Monate betragen darf, kann das Arbeitsverhältnis jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Besteht ein Betriebsrat, muss dieser vor der Kündigung angehört werden. Dieser kann der Kündigung widersprechen. Widerspricht der Betriebsrat der Kündigung, bleibt diese aber dennoch wirksam. Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer jedoch die Stellungnahme des Betriebsrats mit der Kündigung zuzuleiten.

Außerhalb der Probezeit wird der Arbeitnehmer oft, aber in kleineren Betrieben nicht immer, durch das Kündigungsschutzgesetz geschützt. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber, wenn er dem Arbeitnehmer kündigen möchte, eine besondere Rechtfertigung dafür benötigt. Namentlich muss die Kündigung durch Gründe, die im Verhalten, der Person des Arbeitnehmers oder im Betrieb begründet sind, gerechtfertigt sein.

Oft werden Arbeitnehmer auch fristlos gekündigt. Hierfür braucht der Arbeitgeber einen wichtigen Grund, der bedingt, dass es ihm nicht zuzumuten ist, fristgerecht zu kündigen. Die Anforderungen an die Kündigung sind daher besonders hoch.

3. Was wir für Sie tun können

In der Praxis lässt sich oftmals für den Arbeitnehmer schwer ermitteln, ob eine Kündigung gerechtfertigt ist. Dies ist oft von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Zudem ist die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte zu beachten. Zudem besteht die Gefahr, dass durch zu langes Zuwarten eine Kündigungsschutzklage erfolglos bleibt.

Daher ist es in den überwiegenden Fällen notwendig, einen ausgebildeten Experten mit der Prüfung der Kündigung zu beauftragen. Nur dieser kann Ihnen im Fall der Kündigung qualifizierten Rat erteilen und prüfen, ob die Kündigung gerechtfertigt ist oder ob Sie dagegen vorgehen sollten.

Dies können wir für Sie erledigen, sodass Sie dadurch zumindest eine Sorge weniger haben und sich in guten Händen wissen.


Rechtstipp vom 02.11.2016
aus der Themenwelt Abmahnung und Kündigung und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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