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Kündigung nach ehrenrührigen Behauptungen über Vorgesetzte und Kollegen

Stellt ein Arbeitnehmer ehrenrührige Behauptungen über Vorgesetzte und Kollegen auf, so kann dies zu einer ordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen.

So lautet eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (LAG Berlin-Brandenburg) vom 04.02.2014.

Der Fall stellte sich wie folgt dar:

Es ging um eine Sekretärin, die in einer Stadtkämmerei eines Landkreises beschäftigt war. Sie erhob vor allem gegen die Kämmerin, aber auch gegen weitere Kolleginnen und Kollegen schwere Vorwürfe. Beispielsweise sei es nach ihrer Ansicht zu Alkoholexzessen und sexuellen Handlungen gekommen. Daraufhin kündigte der Landkreis das Arbeitsverhältnis zu dieser Sekretärin ordentlich unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

Die Richter am LAG berlin-Brandenburg haben die ordentliche Kündigung nach der Vernehmung von Zeugen für berechtigt gehalten und im Ergebnis die Kündigungsschutzklage der Sekretärin abgewiesen. Sie sahen es als erwiesen an, dass die Sekretärin ihre Kolleginnen und Kollegen zu Unrecht beschuldigt und hierdurch ihre arbeitsvertraglichen Pflichten schwerwiegend verletzt habe. Die Tatsache selbst, dass Arbeitsabläufe in der Stadtkämmerei teilweise zu beanstanden gewesen seien, rechtfertige oder entschuldige die ehrenrührigen Behauptungen der Sekretärin nicht.

Björn Blume, Rechtsanwalt

http://www.rechtsanwalt-luebben.de


Rechtstipp vom 01.04.2014
aus der Themenwelt Abmahnung und Kündigung und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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