Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Kündigung während der Probezeit - Welche Fristen gelten? Welchen Schutz hat der Arbeitnehmer?

(2)

1. Was ist überhaupt eine Probezeit und warum wird diese vereinbart?

Die Probezeit dient dazu, dass beide Parteien einen Eindruck davon gewinnen können, ob das eingegangene Vertragsverhältnis ihnen tatsächlich zuspricht oder nicht. So kann der Arbeitnehmer herausfinden, ob die Tätigkeit ihm tatsächlich gefällt und der Arbeitgeber kann schauen, ob er mit der Art und Weise, wie der Arbeitnehmer arbeitet, einverstanden ist.

Die Probezeit ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern muss z. B. im Arbeitsvertrag oder eventuell in einem Tarifvertrag vereinbart werden.

2. Wie lange ist die Probezeit?

Die Probezeit darf maximal 6 Monate betragen. Dies ist gesetzlich festgelegt. Selbstverständlich kann jedoch auch eine kürzere Probezeit vereinbart werden. Diese kann sodann im Nachhinein noch verlängert werden, jedoch nur bis zu der Maximalgrenze von 6 Monaten.

3. Welche Kündigungsfrist gilt während der Probezeit?

Die Kündigungsfrist während der Probezeit beträgt immer 14 Tage. Die häufigste Problematik in diesem Zusammenhang ist die Frage, ob der Arbeitgeber auch am letzten Tag der Probezeit noch kündigen darf. Ja, das darf der Arbeitgeber. Dies führt dazu, dass das Arbeitsverhältnis sodann 14 Tage nach Ablauf des letzten Tages der Probezeit endet.

4. Hat man während der Probezeit Kündigungsschutz und braucht der Arbeitgeber einen Grund, um das Arbeitsverhältnis während der Probezeit zu kündigen?

Während der Probezeit braucht der Arbeitgeber keinen Grund, um das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Dies ist der Sinn und Zweck der Vereinbarung einer Probezeit. So erhalten beide Vertragspartner die Möglichkeit, das Vertragsverhältnis ohne größere Schwierigkeiten wieder beenden zu können.

Es gibt daher grundsätzlich auch keinen besonderen Kündigungsschutz während der Probezeit. Hiervon gibt es jedoch Ausnahmen: Der Arbeitgeber darf nicht aus sachfremden Gründen, also z. B. aus sittenwidrigen Gründen, das Arbeitsverhältnis beenden. Er darf also zum Beispiel nicht wegen einer sexuellen Orientierung, einer Parteizugehörigkeit oder der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft kündigen. Sollte ein Arbeitgeber aus einem solchen Grund das Arbeitsverhältnis kündigen, besteht für den Arbeitnehmer ein Kündigungsschutz.

Gerne können wir Sie in Ihrer Angelegenheit beraten und anwaltlich vertreten. Ausdrücklich möchten wir jedoch darauf hinweisen, dass wir keine kostenlose Beratung anbieten. Aufgrund der Vielzahl von Anfragen aus dem Internet können wir auch keine Nachfragen zu diesem Artikel kostenlos beantworten.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. 

Ihre KGK Rechtsanwälte


Rechtstipp vom 13.09.2017
Aktualisiert am 14.09.2018
aus der Themenwelt Job und Karriere und dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von KGK Rechtsanwälte

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.