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Kündigung zum Jahresende erhalten – Was jetzt zu tun ist

Rechtstipp vom 24.11.2015
Rechtstipp vom 24.11.2015

Insbesondere in den Monaten Oktober, November und Dezember eines Jahres werden sehr viele Kündigungen ausgesprochen. Gerade Ende November werden zahlreiche Arbeitnehmer von solchen Kündigungsschreiben überrascht. Kurz vor Weihnachten soll das Arbeitsverhältnis plötzlich aufgelöst werden. Der nachfolgende Rechtstipp soll Ihnen Handlungsempfehlungen geben, was zu tun ist, wenn Sie eine solche Kündigung erhalten haben und Ihnen aufzeigen, ob Sie Aussichten auf eine Abfindungszahlung haben.

Da Firmen zum Jahresende hin versuchen, die Kosten zu senken, beziehungsweise die Kosten für das kommende Jahr niedriger zu halten, werden solche Kündigungen Ende November ausgesprochen. Dies führt dann – je nach Kündigungsfrist – zu einer Kündigung zum 31.12.2015. Der Gesetzgeber lässt Arbeitnehmern im Falle einer Kündigung nicht allzu lange Zeit: Die § 4, 7 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) sehen vor, dass der Arbeitnehmer, der sich gegen eine Kündigung wehren möchte, innerhalb von drei Wochen eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen muss. Die Frist beginnt mit Zustellung der Kündigung.

Entscheidend dabei ist, wann mit einem Zugang gerechnet werden kann. Das Landesarbeitsgericht in Schleswig-Holstein hat beispielsweise entschieden, dass eine Kündigung, die sonntags in den Briefkasten geworfen wird, erst am Montag wirksam wird. Etwas anderes gilt jedoch dann, wenn die Kündigung an einem Samstag im Briefkasten liegt. Da der Samstag ein Werktag ist, beginnt an diesem Tag die dreiwöchige Frist zu laufen. Ein Arbeitnehmer sollte daher umgehend nach Erhalt der Kündigung einen Fachanwalt für Arbeitsrecht kontaktieren, um die Möglichkeiten zu erörtern. Gerne stehen wir Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung zur Verfügung, um die Erfolgsaussichten einer Klage/Abfindungszahlung zu besprechen.

Was kann ich gegen eine Kündigung tun?

Die Möglichkeiten, wie man gegen eine Kündigung vorgehen kann, sind so vielfältig wie die Kündigungsgründe selbst. Oftmals werden in Kündigungen die Fristen falsch berechnet. Dies führt dazu, dass eine Kündigung unwirksam sein kann. Die Folge: Sie würden die Klage gewinnen und könnten entweder wieder arbeiten oder – was häufiger vorkommt – eine Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes fordern. Aber auch andere Fehler, wie beispielsweise eine fehlende Unterschrift oder die Unterschrift eines nicht vertretungsberechtigten Mitarbeiters können dazu führen, dass die Kündigung unwirksam ist. Im Rahmen einer Kündigungsschutzklage können solche Fehler angegriffen werden. Die Folge ist, dass zahlreiche Arbeitgeber dann eine Abfindung zahlen, die ebenfalls unterschiedlich hoch sein kann.

Auch dann, wenn Sie bereits eine neue Stelle in Aussicht haben, kann sich unter Umständen eine Kündigungsschutzklage lohnen. Gerne stehen wir Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung zur Verfügung, wenn auch Sie eine Kündigung zum Jahresende erhalten haben.

Unsere Kanzlei wurde von der Zeitschrift TV Hören und Sehen zu den Top 15 der Kanzleien in Deutschland im Bereich des Arbeitsrechts gewählt. Mit Dr. Frank Zander steht Ihnen in unserer Kanzlei auch ein Fachanwalt für Arbeitsrecht zur Verfügung, der sich täglich mit arbeitsrechtlichen Fragen auseinandersetzt. Er kennt die Arbeitsgerichte in der Region genau und kann Sie entsprechend beraten.


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