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LG Hamburg: Widerruf bei Volkswagen Bank GmbH erfolgreich

Rechtstipp vom 19.11.2018
Rechtstipp vom 19.11.2018

Die Möglichkeit, sein finanziertes und bereits gebrauchtes Auto im Wege des Widerrufs vom Autokredit an die Autobank zurückzugeben, ist auch für Autofahrer interessant, die vom Dieselskandal betroffen sind und so – beispielsweise in Hamburg – Opfer von Fahrverboten in bestimmten Bereichen geworden sind.

Wie medial nun bekannt wurde, hat das Landgericht Hamburg am 12.11.2018 (Az. 318 O 141/18) in einem Verfahren gegen die Volkswagen Bank GmbH festgestellt, dass der Autofahrer seinen Autokreditvertrag auch noch Jahre nach dem eigentlichen Ablauf der Widerrufsfrist hat widerrufen können, weil die Widerrufsfrist durch die von der Volkswagen Bank GmbH nicht ordnungsgemäß zur Verfügung gestellten Verbraucherinformationen nicht zu laufen begonnen hatte.

Das vom LG Hamburg entschiedene Verfahren betrifft einen Autokreditvertrag, der vom Verbraucher im Mai 2014 geschlossen wurde und erst im Dezember 2017 widerrufen wurde.

Urteil des LG Hamburg reiht sich in ganze Reihe weiterer Gerichtsurteile ein

Die Entscheidung vom Landgericht Hamburg steht damit im Einklang mit einer ganzen Reihe von weiteren landgerichtlichen Entscheidungen. So haben beispielsweise die nachfolgenden Gerichte entschieden, dass ein Autofahrer seinen Autokredit-Vertrag auch noch Jahre nach dem eigentlichen Ablauf der Widerrufsfrist aufgrund fehlerhafter bzw. fehlender Pflichtangaben oder nicht ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung widerrufen kann:

· Landgericht Arnsberg (Urteil vom 17.11.2017, Az. 2 O 45/17)

· Landgericht Berlin (Urteil vom 05.12.2017, Az. 4 O 150/16)

· Landgericht Paderborn (Urteil vom 05.07.2018, Az. 4 O 72/18) 

· Landgericht Paderborn (Urteil vom 16.07.2018, Az. 3 O 408/17)

· Landgericht Limburg (Urteil vom 13.07.2018, Az. 2 O 317/17)

· Landgericht Ellwangen (Jagst) (Urteil vom 25.01.2018, Az. 4 O 232/17)

· Landgericht München I (Urteil vom 09.02.2018, Az. 29 O 14138/17)

· Landgericht Ravensburg (Urteil vom 07.08.2018, Az. 2 O 259/17)

Für den Autofahrer bedeutet dies nicht nur, dass er nicht mehr an seine Autofinanzierung gebunden ist. Mit dem Autokredit-Widerruf wird gleichzeitig auch der mit dem Kreditvertrag verbundene Auto-Kaufvertrag rückabgewickelt. Das bedeutet, dass der Autofahrer sein gebrauchtes Auto an die Autobank zurückgeben muss und im Gegenzug sämtliche gezahlten Tilgungsraten sowie eine etwaige Anzahlung zurückerhält. Nach Auffassung vom Landgericht Ravensburg hat die Autobank bei einem Vertragsschluss nach dem 12.06.2014 noch nicht einmal einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung für die zwischenzeitliche Nutzung des Fahrzeugs.

Doch selbst, wenn der Bank ein Anspruch auf Zahlung einer Nutzungsentschädigung zusteht, wird die Nutzungsentschädigung aller Regel deutlich geringer sein als der zwischenzeitlich eingetretene Wertverlust des Autos.

Haben auch Sie Ihr Auto finanziert? Jetzt Widerrufsmöglichkeit prüfen lassen!

Wenn auch Sie Ihr Auto finanziert haben, dann sollten Sie jetzt prüfen lassen, inwieweit auch Sie Ihren Autokreditvertrag noch widerrufen können. Gerne prüfen wir Ihre Ansprüche im Rahmen einer kostenfreien anwaltlichen Ersteinschätzung – nehmen Sie einfach über das anwalt.de-Kontaktformular mit uns Kontakt auf oder laden Sie Ihren Autokreditvertrag zur Prüfung auf unserer Themen-Webseite unter https://autokredit-widerrufen.com hoch.

Unsere Kanzlei kann bereits auf eine Vielzahl von Autokredit-Widerrufs-Mandaten zurückblicken und verfügt auch über Klageerfahrung gegen Autobanken.


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