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Lignum Nobilis – Anleger müssen sich entscheiden

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Die Anleger, die bei der „Lignum Sachwert Edelholz AG“ ihr Geld in der Hoffnung auf ordentliche Renditen durch ein ökologisch sinnvolles Projekt investiert haben, sehen sich mit dem Totalverlust konfrontiert. Die BaFin hat das Angebot untersagt und die Lignum-Gruppe mit ihren Nobilis-Produkten hat Insolvenz angemeldet.

Der renommierte Brancheninformationsdienst „kapital-markt intern“ titelt nun in der Ausgabe vom 13.05.2016: Lignum: Dubiose „Anlegerinteressenvertretung“ auf Beutezug? Es wird in dem Beitrag darüber unterrichtet, dass wohl alle 5000 Anleger von einer „Anleger-Interessenvertretung Lignum“ angeschrieben werden, die ihre Dienste anbietet. Hinter der Anlegergemeinschaft sollen neben einer Anwaltskanzlei eine nicht näher benannte „Gruppe Finanzdienstleister“ stehen. Wesentliche Stoßrichtung dieser „Anleger-Interessenvertretung“ ist es, für die einzelnen Anleger Schadensersatzforderungen gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) durchzusetzen. Damit folgt die „Interessenvertretung“ der im Kundenmagazin der Lignum „nobilispost“ aufgestellten These, dass die BaFin durch eine unrechtmäßige Verfügung ein florierendes Unternehmen zerstört habe.

Die Experten von „kapital-markt intern“ sehen dies sehr skeptisch und werfen die berechtigte Frage auf, woher die „Interessenvertretung“ die Adressen der 5000 Lignum-Nobilis-Anleger erhalten hat – von der Lignum-Gruppe selbst? Dies scheint nicht fernliegend, da die „Interessenvertretung“ der Lignum die These folgt, dass die BaFin die Schuld an dem Desaster trage. Das Fazit von „kapital-markt intern“ ist die Befürchtung, dass die Interessengemeinschaft von den Lignum-Verantwortlichen initiiert wurde, um von ihrer möglichen Haftung abzulenken und die Anleger nochmals abzukassieren.

Haftungsrechtlich zeichnet sich nun eine Weggabelung ab: In die eine Richtung können die Anleger der Lignum sich der Führung der „Interessenvertretung“ anvertrauen. Wenn das Nobilis-Angebot der Lignum seriös und wirtschaftlich tragfähig war und die BaFin sich bezüglich der Prospektpflicht der Lignum-Verantwortlichen geirrt hat, könnte dies der richtige Weg sein.

In eine andere Richtung führt der Weg für Lignum-Anleger, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen ein gewisses Vertrauen entgegenbringen. Einer mit vielen Fachleuten besetzten Behörde, deren Aufgabe auch der kollektive Anlegerschutz ist und die sehr sorgfältig abwägen muss, ob sie Untersagungsverfügungen mit weitreichenden Konsequenzen erlässt. Die Konsequenz ist in diesem Fall relativ klar: War der BaFin-konforme Prospekt erforderlich, aber nicht vorhanden, sehen sich die Verantwortlichen der Lignum und der Vertrieb Haftungsansprüchen der Anleger ausgesetzt.

Rechtsanwalt Dr. Machunsky vertritt die Auffassung, dass der zweite Weg – Vertrauen in die sachgerechte Entscheidung der BaFin – in die richtige Richtung führt.

Die Kanzlei Dr. Machunsky ist als Anlegerkanzlei in der Focus-Anwaltsliste (2000) prominent vertreten und wurde von der Wirtschaftswoche 2009 als Top-Anlegerkanzlei gekürt. Der Standort in der Universitätsstadt Göttingen, mitten in Deutschland, ist ideal für die bundesweite Interessenvertretung von Anlegern, die durch Angebote des grauen Kapitalmarkts geschädigt wurden.


Rechtstipp vom 18.05.2016
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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