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LIGNUM Sachwert Edelholz AG: Gläubigerversammlung bei Lignum – Informationen zur Insolvenz

29.11.2016: In die Insolvenzverfahren der Lignum-Gruppe sollte nun auch für die Anleger Bewegung kommen, da die Eröffnung für die Sachwert Edelholz AG bevor stehen soll.

1. Was ist bisher geschehen?

Im Frühjahr diesen Jahres (wir berichteten) sind insgesamt für 12 Gesellschaften der Lignum-Gruppe bzw. des Noblis-Firmengeflechts Eigenanträge für ein Insolvenzverfahren gestellt worden. Daraufhin wurde das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin tätig und bestellte, im Rahmen eines vorläufigen Insolvenzverfahrens, Herrn RA Prof. Rattunde als Insolvenzverwalter (wir berichteten) und zum Teil auch Sachverständigen. Bisher ist infolge dessen allerdings ausschließlich für die „Lignum Holding GmbH“ das Insolvenzverfahren auch tatsächlich eröffnet worden (wir berichteten).

2. Warum dauert das Insolvenzverfahren so lange?

Nach den uns vorliegenden Informationen gestaltet sich das Insolvenzverfahren aus verschiedenen Gründen sehr schwierig. Zum einen muss das bestehende Firmengeflecht (wir berichteten) mit all seinen tatsächlichen und rechtlichen Verbindungen vollständig erfasst und „verstanden“ werden. Dies ist nicht zuletzt deshalb wichtig, um Vermögenswerte zu isolieren und zu verwerten. Hierbei hat sich wohl gezeigt, dass eine Vielzahl an Vertragswerken mangelhaft gestaltet wurde und sich dadurch zunächst einmal weitere Folgefragen ergeben. Zudem gibt es innerhalb des Firmengeflechts einen Anteil an Firmen, die in Bulgarien gegründete wurden und in Bulgarien nach dortigem Recht bestehen und arbeiten. Sämtliche Unterlagen und Vertragswerke sind dementsprechend in bulgarischer Sprache verfasst. Schließlich ist eines der wesentlichen Hindernisse, dass für den Insolvenzverwalter selbst innerhalb kürzester Reaktionszeit kein Ansprechpartner mehr greifbar war und sämtliche Versuche ehemalige Angestellte und Mitarbeiter zu erreichen bislang ohne nennenswerte Erfolge geblieben sind. Somit steht niemand zur Verfügung, der über laufende Vorgänge und/oder zu Spezialfragen Auskunft geben kann. Als Ansprechpartner stehen bislang nur die beiden Geschäftsführer zur Verfügung. Informationen sind insofern offensichtlich nur zäh zu erlangen. Nachdem bislang wohl auch kein nennenswertes Vermögen vom Insolvenzverwalter vorgefunden wurde, spricht vieles dafür, dass die Stellung der Eigenanträge mit „entsprechenden Vorbereitungen“ der Nobilis-Gruppe verbunden war.

3. Warum haben die Anleger noch nichts vom Insolvenzgericht oder dem Insolvenzverwalter gehört?

Vertragspartner und damit (primärer) Adressat von Ansprüchen für die rund 5.000 betroffenen Anleger ist die „Sachwert Edelholz AG“. Die Lignum Holding GmbH ist im Zusammenhang mit den Vertragsabschlüssen nur als Sicherungsgeber in Erscheinung getreten (wir berichteten). Dies bedeutet, dass die teilweise im Internet veröffentlichten Daten zu Berichts- und/oder Prüfterminen beim Amtsgericht Charlottenburg, z. B. morgen, am 30.11.2016, um 11:05 Uhr Sitzungssaal, 218, 2. Stock, (Amtsgerichtsplatz 1, 14057 Berlin) für Anleger in aller Regel nicht relevant sein dürfte (von Seiten des Insolvenzverwalters wird mit der Anwesenheit von Anlegern auch gar nicht gerechnet).

4. Wie geht es nun weiter?

Richtig interessant wird es für die Anleger also erst dann, wenn das Insolvenzverfahren bezüglich der „Sachwert Edelholz AG“ eröffnet wurde. Dies soll nach unseren Informationen noch im Dezember der Fall sein.

Der Insolvenzverwalter würde sich in diesem Zusammenhang dann auch an die Anleger wenden und diese im Nachgang zur Insolvenzeröffnung schriftlich zu einer großen Gläubigerversammlung einladen. Dann wird auch mitgeteilt, wie, wo und bis wann Forderungen angemeldet werden müssen.

Gerne beraten wir Sie als betroffenen Anleger und prüfen dabei Ihre Ansprüche aufgrund der von Ihnen konkret abgeschlossenen Verträge. Wir stehen in Kontakt zum Insolvenzverwalter und verfolgen die entsprechenden Entwicklungen. Wir begleiten Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche im Insolvenzverfahren und beraten Sie darüber hinaus bezüglich etwaiger Ansprüche gegen den Vermittler der Anlage bzw. den insofern tätig geworden Berater (wir berichteten). Hierzu finden Sie weitergehende Informationen auch auf unseren Internetseiten unter nebenstehendem Kontakt. Nutzen Sie unser Angebot eines kostenlosen Erstgesprächs und nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf.

ADWUS Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in ADWUS Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. ADWUS Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen ADWUS Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und die technischen Ressourcen, um sogenannte „Massen- oder Sammelverfahren“ zu führen. Weitergehende Informationen zu aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

Wir stehen mit unserem bundesweit tätigen Unternehmen für ausgewiesene fachliche Kompetenz und langjährig erworbene Expertise. Mit Erfahrung und Leidenschaft werden wir Ihre Interessen und Rechte bestmöglich vertreten.

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            Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte) Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

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