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Liquid Swap der Deutschen Bank (DB Liquid Commodity Index Swap) – Rechtsanwalt prüft Falschberatung

Rechtstipp vom 28.03.2012
(16)
Rechtstipp vom 28.03.2012
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Die Deutsche Bank hat vielen ihrer Kunden ein Derivat empfohlen, dass sie selber „strukturierter Swap mit Koppelung an den Deutsche Bank Liquid Commodity Index Mean Reversion Plus Excess Return", kurz Liquid Swap oder LCI Swap, nennt. Beim Liquid Swap handelt es sich um eine hochriskante Wette auf die Entwicklung des von der Deutschen Bank zusammengestellten DB Liquid Commodity Index, der sich aus sechs Rohstoffwerten, Rohöl, Heizöl, Aluminium, Gold, Weizen und Mais, zusammensetzt. Rechtsanwalt Dr. Louis Rönsberg, Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht, der seit Jahren durch Swaps geschädigte Kunden der Deutschen Bank vertritt, sieht eine Parallele zwischen dem Liquid Swap (LCI Swap) und anderen Swapprodukten, mit denen die Deutsche Bank seit Langem immer wieder Schlagzeilen macht.

Rechtsanwalt Dr. Rönsberg geht davon aus, dass der Liquid Swap (LCI Swap) von der Deutschen Bank regelmäßig so strukturiert wurde, dass er einen anfänglichen negativen Marktwert zu Lasten des Kunden beinhaltet. Das bedeutet, dass der Markt zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses des Liquid Swap (LCI Swap) eine überwiegende Verlustwahrscheinlichkeit zu Lasten des Anlegers annahm. Dieser versteckte Nachteil war jedoch für einen Anleger nicht zu erkennen, da er nur anhand von hochkomplexen finanzmathematischen Berechnungsmethoden ermittelt werden kann. Für die Deutsche Bank bedeutet dieser für den Kunden negative Marktwert des Liquid Swap (LCI Swap) jedoch einen Vorteil, da sie diesen im Rahmen von Hedgegeschäften mit anderen Marktteilnehmern zu Geld machen kann.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 22.03.2011 (Az. XI ZR 33/10) die Deutsche Bank wegen Fehlberatung zu einem CMS Spread Ladder Swap (CMS Swap) zum Schadensersatz verurteilt und dabei festgestellt, dass die Bank ihren Kunden über das Ausmaß ihres Interessenkonfliktes im Rahmen ihrer Beratung aufzuklären hat. Und dieser Interessenkonflikt spiegelt sich eben - auch beim DB Liquid Commodity Index Swap - im anfänglichen negativen Marktwert wieder. Der negative Marktwert des Kunden, dessen Kehrseite ein positiver Marktwert zugunsten der Bank ist, begründet ein starkes Eigeninteresse der Bank, das eine objektive Beratung stark gefährdet. In Bezug auf den CMS Spreas Ladder Swap (CMS Swap) ging das höchste deutsche Zivilgericht daher davon aus, dass die Deutsche Bank den Anleger über den anfänglichen negativen Marktwert hätte aufklären müssen.

Nach Meinung von Rechtsanwalt Dr. Rönsberg muss für den Liquid Commodity Index Swap der Deutschen Bank das Gleiche gelten. So haben etwa das LG Magdeburg zu einem sog. Harvest Swap der Deutschen Bank (Urteil vom 13.03.2012, 9 O 897/11) oder das OLG Stuttgart zu einem Cross Currency Swap der HVB bzw. UniCredit (Urteil vom 14.12.2011, 9 U 11/11) festgestellt, dass auch bei diesen Derivaten im Rahmen des Beratungsgespräches über den anfänglichen negativen Marktwert zu Lasten des Kunden hätte aufgeklärt werden müssen.

Rechtsanwalt Dr. Louis Rönsberg, Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht, steht für Rückfragen zum DB Liquid Commodity Index Swap (Liquid Swap oder LCI Swap) im Rahmen einer unverbindlichen Kontaktaufnahme gerne zur Verfügung.

SLB Kloepper Rechtsanwälte

Rechtsanwalt Dr. Louis Rönsberg | Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht

info@slb-law.de

+49 (0) 89 - 51 24 27 - 0


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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