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LKW-Kartell: Schadensersatz für Kunden

München, 20.3.2017: Kunden können Schadensersatzansprüche von bis zu 20 % des Kaufpreises wegen illegaler Preisabsprachen des „LKW-Kartells“ verlangen. Im Juli 2016 hat die Europäische Kommission festgestellt, dass die großen LKW-Hersteller MAN, Daimler, Volvo, Renault, DAF und Iveco über 14 Jahre hinweg Preise illegal abgesprochen haben. Den Schaden haben die Kunden, die die überhöhten Preise zahlen mussten. Betroffen sind mittelschwere LKW mit einer Nutzlast zwischen 6 und 16 Tonnen und schwere LKW mit einer Nutzlast über 16 Tonnen.

Kartell von der Kommission festgestellt 

Die Europäische Kommission macht klar, dass alle Kunden, die durch das Kartell geschädigt wurden, Schadensersatzansprüche geltend machen können. Im Wortlaut die Pressemitteilung der Kommission:

„Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und der Verordnung 1/2003 des Rates gelten Kommissionsbeschlüsse in Gerichtsverfahren vor einzelstaatlichen Gerichten als rechtskräftiger Nachweis dafür, dass das Verhalten stattgefunden hat und gegen geltendes Recht verstoßen hat“.

Das heißt, geschädigte Kunden müssen die Existenz der Preisabsprachen vor Gericht nicht mehr mühsam nachweisen.

Wer ist betroffen? 

Schadensersatz können alle geltend machen, die zwischen 1997 und 2011 von den am Kartell beteiligten Herstellern mittelschwere oder schwere LKWs gekauft, gemietet oder geleast haben. Das sind Speditionen und Vermieter, aber auch viele Gemeinden und Kommunen.

Wie hoch sind die Schadensersatzansprüche? 

Der finanzielle Schaden, den der jeweilige Hersteller im Einzelfall zu ersetzen hat, kann durch die Gerichte geschätzt werden. Seriösen Schätzungen zufolge liegt die durch das Kartell verursachte Preisüberhöhung bei etwa 15 % bis 20 % des Kaufpreises. Diesen Schaden können Kunden ersetzt verlangen.

Die Schadensersatzansprüche unterliegen allerdings, wie alle Ansprüche, der Verjährung. Geschädigte Kunden sollten daher schnell tätig werden und ihren Anspruch anwaltlich prüfen lassen. Die Kanzlei KMP3G Rechtsanwälte hat fundierte Erfahrung in der Bewältigung von Großschadensfällen und ist in der Lage, Schadensersatzansprüche notfalls auch vor den Gerichten erfolgreich durchzusetzen. Ansprechpartner zu allen Fragen zum LKW-Kartell ist Rechtsanwalt Johannes Goetz.

Johannes Goetz, Rechtsanwalt für Wirtschaftsrecht, Bankrecht und Kapitalanlagerecht

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            Rechtsanwalt Johannes Goetz (KMP3G Klamert Mahr + Partner, Rechtsanwälte Fachanwälte) Rechtsanwalt Johannes Goetz

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