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Lotto-3000-Prozess: Staatsanwalt fordert fast sieben Jahre Haft

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23.04.2015: Unter anderem der „Mannheimer Morgen“ berichtet über den weiteren Fortgang des Strafprozesses gegen vier Beschuldigte in der Causa Lotto 3000. Staatsanwalt Tobias Sender habe in seinem Plädoyer sechs Jahre und neun Monate Haft für den ehemaligen Heidelberger Anwalt sowie vier Jahre und drei Monate Haft für den ebenfalls angeklagten mitbeschuldigten Informatiker gefordert. Bereits zu Beginn des Prozesses waren die Verfahren gegen zwei weitere Angeklagte und mögliche Mittäter gegen Zahlung von Geldbußen eingestellt worden.

„Mit erheblicher krimineller Energie“ hätten die beiden ersteren Angeklagten nach Aussagen der Staatsanwaltschaft 172 Personen, meist Senioren und Rentner, erpresst und 45 von ihnen betrogen. In weiteren mehr als 1000 Fällen seien diesbezügliche Versuche gescheitert. Ursprünglich lautete die Anklage darüber hinaus auf Körperverletzung der geschädigten älteren Menschen. Den Ermittlungen zufolge waren die Betroffenen einem erheblichen Telefonterror ausgesetzt und wurden oft vielfach am Tage unter anderem mit automatisierten Bandansagen bedroht und eingeschüchtert.

Alleine die geständigen Angaben und Aussagen des beschuldigten Informatikers seien von der Staatsanwaltschaft als „sachlich und detailreich“ eingeschätzt worden, so der „Mannheimer Morgen“. Dem vormaligen Heidelberger Rechtsanwalt hingegen sei sein Geständnis nicht abzunehmen, er habe versucht, seine Schuld zu relativieren und überdies unglaubwürdige Aussagen gemacht. Beispielhaft sei kaum nachvollziehbar, dass er sich der Tragweite der von ihm selbst verfassten Texte für die Drohanrufe nicht bewusst gewesen sei: In einem polizeilichen Telefonmitschnitt habe er „kaum aufhören können zu lachen“, weil ein Opfer 13 mal an einem einzigen Tag angerufen worden sei.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist laufend mit hunderten von Fällen auf diesen Rechtsgebieten beschäftigt. Insbesondere hinsichtlich effektiver Geltendmachung und Durchsetzung von Schadensersatz haben wir uns über die Jahre hinweg eine ausgezeichnete Expertise erworben.

Über den vorliegenden Prozess haben wir bereits mehrfach berichtet. Leider muss auch in diesem Fall davon ausgegangen werden, dass die im Strafprozess behandelten exemplarischen 172 respektive 45 Fälle nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisberges sein könnten und die Gesamtzahl der tatsächlich Geschädigten insoweit erheblich höher sein könnte. Betroffene sollten keinesfalls aus falsch verstandener Scham oder Schuldgefühlen heraus solcherarte Betrügereien und Bedrohungen verschweigen, sondern diese auf jeden Fall polizeilich melden und sich zur Wehr setzen. Da hinsichtlich möglicher Schadensersatzforderungen stets das sogenannte Prioritätsprinzip (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) Anwendung findet und das Vermögen der Verantwortlichen endlich sein dürfte, ist auch hier Eile zur nachhaltigen Durchsetzung bestehender Ansprüche geboten. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme innerhalb der Kanzlei ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 24.04.2015

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