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Lotto 3000 - Telefonterror: Prozessbeginn in Mannheim

Rechtstipp vom 09.10.2014
Rechtstipp vom 09.10.2014

07.10.2014: Unter anderem der Mannheimer Morgen berichtet über den Beginn des Prozesses gegen vier Beschuldigte aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen, die zehntausende Menschen über ein System von Callcentern terrorisiert und geschädigt haben sollen. Der Anklage der Staatsanwaltschaft liegen mehr als 1000 Strafanzeigen zu Grunde, die Anklagepunkte lauten auf Betrug, Erpressung und weitere Delikte. Einem der beiden Hauptbeschuldigten, einem Rechtsanwalt aus Heidelberg, wird überdies Geldwäsche in einem Gesamtumfang von rund 850.000 € vorgeworfen.

Die Opfer, überwiegend ältere Menschen, waren durch die Bande mit zahllosen Telefonanrufen dazu genötigt worden, an einer vorgeblichen Glücksspielgemeinschaft teilzunehmen. Die Gespräche wurden hier typischerweise mitgeschnitten und die entstandenen Aufnahmen durch manipulative Schnitte später zu regelrechter Erpressung der Opfer verwendet. Anschließend wurden die häufig wehrlosen Senioren mit einer Flut von Anwaltsschreiben und Mahnbescheiden überschüttet und zu Zahlungen aufgefordert.

Der insgesamt entstandene Schaden ist unklar, die Staatsanwaltschaft geht jedenfalls von etwa 30.000 Geschädigten aus, darunter rund 5000 über 80-jährige. Begonnen hatte die Bande 2011 mit der Einrichtung der vier Callcenter.

Betroffene beziehungsweise Geschädigte sollten möglichst umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Hilfe alle rechtlich möglichen Schritte prüfen und gegebenenfalls zeitnah unternehmen, um den entstandenen Schaden zu kompensieren. Die finanziellen Mittel der Verantwortlichen dürften wie immer begrenzt sein, das Prioritätsprinzip (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) findet auch hier Anwendung. Insbesondere gilt zu beachten, dass eine Verurteilung der Beschuldigten nicht automatisch eine Entschädigung für die Opfer nach sich zieht.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist regelmäßig mit hunderten von Verfahren auf diesen Gebieten mandatiert und hat sich insbesondere im Hinblick auf die effektive Geltendmachung und Beitreibung bestehender Ansprüche über die Jahre hinweg eine ausgezeichnete Expertise erarbeitet. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei für auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


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