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Mängel dürfen von Immobilienverkäufern nicht verschwiegen werden!

Rechtstipp vom 27.11.2018
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Rechtstipp vom 27.11.2018
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Dürfen Immobilienverkäufer Mängel an der Immobilie verschweigen?

Wer ein altes Haus erworben hat, sieht in der Regel, was er bekommt, zumindest auf den ersten Blick. Jedoch bleiben viele Details zunächst verborgen. Niemand kann unter Putz, Ziegel und Verkleidungen schauen. Eine zuverlässige Einschätzung der Bausubstanz kann ein unabhängiger Sachverständiger geben. 

Der Käufer sollte sich nicht auf einen Makler und Eigentümer verlassen. Der Immobilienverkäufer darf ihm bekannte Mängel nicht verschweigen. Allerdings kennt oft der Besitzer aber die Mängel im eigenen Haus selbst nicht. Insbesondere dann, wenn er das Haus geerbt oder jahrelang selbst gar nicht bewohnt hat.

Hat ein Verkäufer Mängel arglistig verschwiegen – zum Beispiel ein undichtes Dach – haftet er bis zu zehn Jahre für die Kosten der Beseitigung des Mangels. Der Verkäufer muss sogar dann aktiv werden, wenn er einen Mangel nur für möglich hält oder Umstände kennt, die einen solchen Verdacht begründen.

In der Rechtsprechung gibt es zahlreiche Beispiele für Offenbarungspflichten. Zum Beispiel muss der Verkäufer darauf hinweisen, dass keine Baugenehmigung für einen Anbau vorliegt. Oder das gesundheitsgefährdende Baustoffe wie Asbest verwendet worden sind oder dass die Zufahrt zur Immobilie über das Nachbargrundstück nicht gesichert ist.

Der Verkäufer muss Fragen des Käufers stets wahrheitsgemäß beantworten. Er darf nicht einfach eine falsche Erklärung zur Mängelfreiheit machen, wenn ihm selbst die nötigen Informationen fehlen.


Rechtstipp aus der Themenwelt Immobilienkaufvertrag und dem Rechtsgebiet Baurecht & Architektenrecht

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