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Malte Hartwieg - Geldhäuser: Pleite um Pleite - Totalverluste absehbar?

Rechtstipp vom 13.10.2014
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Rechtstipp vom 13.10.2014
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14.10.2014: Das Handelsblatt beschäftigt sich erneut mit den Vorgängen um eine Vielzahl von Fondsgesellschaften aus dem Finanzimperium des gelernten Maurers Malte Hartwig. Wie das Wirtschaftsblatt in der heutigen Ausgabe berichtet, drohe hier tausenden von Anlegern der Totalausfall ihrer Einlagen, da neben der Holding und mehreren Verwaltungstöchtern des Emissionshauses Selfmade Capital auch zwei Treuhandgesellschaften Insolvenz angemeldet hätten. Betroffen seien bis zu 70 Millionen € Anlegergelder, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann gegenüber dem Handelsblatt bestätigt habe.

Wie wir bereits berichtet hatten, hat schon zuvor – entsprechenden Medienberichten zufolge – eine Reihe der durch das (ebenfalls Hartwieg zuzurechnende) Geldhaus NCI New Capital Invest begebenen Fonds Insolvenz angemeldet. Einem Schreiben des Insolvenzverwalters Rolf Pohlmann nach handle es sich um die Investmentvehikel NCI New Capital Invest USA 11, USA 16 sowie USA 19. Entsprechenden Informationen zufolge stünden hier weitere, mindestens 50 Millionen € im Feuer.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Pohlmann habe gegenüber dem Handelsblatt geäußert, dass Hartwieg konstruktiv mitarbeite und alle Auskünfte erteile. Allerdings sei noch völlig ungeklärt, welcher Anteil der Anlegergelder noch zu retten sei. Er habe bei Selfmade Kapitel bisher etwa 1 Million € aufgetan, was aber „ein Tropfen auf den heißen Stein“ wäre. Üblichen Erfahrungen zufolge würde eine Summe in dieser Größenordnung bereits durch die Verwaltungskosten einer Insolvenz vollständig verzehrt. Das Wirtschaftsblatt spricht erneut davon, dass Hartwieg selber für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen sei. Dies fügt sich in einer Reihe von Darstellungen, wonach dieser bereits seit längerem abgetaucht sein soll.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist regelmäßig mit hunderten von Verfahren auf diesen Gebieten beschäftigt und hat sich hier über die Jahre eine außerordentliche Expertise erarbeitet. Wir empfehlen ein weiteres Mal dringlich betroffenen beziehungsweise geschädigten Anlegern in die Finanzprodukte aus dem Finanzimperium des Herrn Malte Hartwig, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte hinsichtlich der Sicherung getätigter Einlagen zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Gemengelage sowie in Anlehnung an die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen dürften hierbei vorsorgliche Pfändungsarreste gegen die Verantwortlichen in den jeweiligen Unternehmens- beziehungsweise Geschäftsführungen mindestens vorläufiges Mittel der Wahl sein, insbesondere vor dem Hintergrund des sogenannten Prioritätsprinzips (ugs.: wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Gerne dürfen Sie sich in dieser Hinsicht mit uns in Verbindung setzen, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Sachstandsklärung ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


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