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Markus Frick erneut zu Haftstrafe verurteilt

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25.02.2014: Der ehemalige Börsenmoderator Markus Frick ist erneut zu einer Haftstrafe, diesmal für zwei Jahre und sieben Monate, verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht unter Vorsitz von Richter Klaus Wiens befand ihn für schuldig, gegen entsprechende Vergütung beinah wertlose Aktien hochgejubelt zu haben. Frick, der mittlerweile nahezu 14 Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte, durfte aber dennoch das Gericht zunächst auf freiem Fuße verlassen, musste jedoch Pass und Personalausweis abgeben und ist verpflichtet, sich an seinem Wohnsitz regelmäßig zu melden.

Die Kammer hatte ihm zugute gehalten, geständige Aussagen gemacht zu haben, diese seien zudem „von Einsicht und Reue geprägt" gewesen. Im Übrigen habe sich der Vater zweier kleiner Kinder als „besonders haftempfindlich" gezeigt. Beobachter des Prozesses hatten diesen zwischenzeitlich als Farce bezeichnet, immer wieder war hier auch von einer „Markus Frick Show reloaded" die Rede. Der ursprünglich von der zuständigen Staatsanwaltschaft ebenfalls erhobene Vorwurf des versuchten und vollendeten bandenmäßigen Betruges war im Laufe des Prozesses fallen gelassen worden, nach Aussagen des Gerichtes wäre hier ein unzumutbarer Aufwand auch über Ländergrenzen hinweg zur stringenten Beweisführung vonnöten gewesen.

Für geprellte Abonnenten von Fricks Börsenbriefen ergeben sich durch die Verurteilung und dessen Aussagen im Prozess neuerliche Ansatzpunkte: Der vermeintliche Börsenguru und Finanzjongleur hatte hier Angaben auch zu Mittelsmännern und weiteren Hintermännern der mutmaßlichen Bande gemacht. Es könnte nun für Geschädigte die Möglichkeit bestehen, nicht nur gegen Frick selber und den mit ihm zu 18 Monaten Haft verurteilten Mittäter Schadensersatzansprüche geltend zu machen und durchzusetzen, sondern ebenso auch in die zweite und dritte Reihe der mutmaßlich Hauptverantwortlichen hinein.

Hier dürfte auch der Großteil der „Erträge" hängengeblieben sein, Fricks beschlagnahmtes Vermögen sowie sein freiwillig zurückbezahlter „Gewinnanteil" in Höhe von 1,24 Millionen € auf ein Berliner Treuhandkonto dürfte nach Abzug des Verfalls an die Staatskasse in Höhe von 660.000 € kaum zur Abgeltung sämtlicher Ansprüche ausreichen. Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens ist nach wie vor vollkommen unklar, alleine mit den dreien hier exemplarisch für den Prozess ausgewählten Aktien LetsBuyIt, AUTEV und Venatus Interactive waren immerhin Umsätze von rund 21 Millionen € erzielt worden.

Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath vertritt in der Betrugssache Markus Frick bereits eine Vielzahl geprellter Anleger. Bislang untätig gebliebene Geschädigte sollten umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung bestehende Ansprüche geltend machen und durchsetzen, auch für den Zugriff auf die beschlagnahmten Vermögensteile sowie das Treuhänderkonto wird ein rechtskräftiger Titel benötigt, Ansprüche werden hier in der zeitlichen Abfolge der jeweiligen Eingänge bedient. Gerne dürfen Sie sich zur nachhaltigen Durchsetzung Ihrer Interessen an uns wenden, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung der Sachlage ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 26.02.2014

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