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MBB Clean Energy AG - Kanzlei prüft Schadenersatzansprüche gegen Prospektverantwortliche und Organe

Rechtstipp vom 24.08.2015
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Bei dem insolventen Wind- und Solarinvestor MBB Clean Energy AG prüft die Rechtsanwaltsaktiengesellschaft Nieding+Barth jetzt auch Schadenersatzansprüche gegen Prospektverantwortliche und Organe des Unternehmens. Hintergrund sind unter anderem widersprüchliche Angaben der Emittentin zum platzierten Anleihevolumen. Das platzierte Anleihevolumen der mit 6,25 Prozent verzinsten Anleihe (ISIN DE000A1TM7P0) hatte die Emittentin am 08. Mai 2013 mit 72 Millionen Euro angegeben. „Tatsächlich wurden nach Angaben des Insolvenzverwalters lediglich Schuldverschreibungen im Volumen von 12,9 Millionen Euro gezeichnet. Viele Investoren hätten sicher die Finger von den Papieren gelassen, wenn sie diese Information im Vorfeld gehabt hätten“, sagt Klaus Nieding, Vorstand von Nieding+Barth.

Die Kanzlei hat bereits für mehrere geschädigte Anleihegläubiger die Anleihe gekündigt und vor dem Landgericht München auf Rückzahlung geklagt. Hier konnten die Anwälte inzwischen Urteile gegen die Emittentin erwirken. „Wir gehen allerdings davon aus, dass die Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens zeitnah erfolgen wird, sodass die Vollstreckung aus den Urteilen leerläuft und die Anleihegläubiger auf die Insolvenzquote verwiesen sind. Daher werden wir in Folge der Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens den Fokus der rechtlichen Prüfung jetzt verstärkt auf die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen außerhalb des Insolvenzverfahrens legen. Gemeint sind Ansprüche gegen die Prospektverantwortlichen sowie Unternehmen, die die Emission begleitet haben“, erklärt Nieding+Barth-Anwalt Marvin Müller-Blom.

„Die Anleihegläubiger sollten ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, wenn sie nicht den Totalverlust riskieren wollen“, ist Nieding überzeugt. Das Unternehmen hatte die Betroffenen unter Verweis auf Fehler bei der Emission mehr als 1 Jahr wegen der ersten Zinszahlung vertröstet, ehe der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgte. Daher sei es für die Anleihegläubiger naheliegend, auch eine Haftung der Prospektverantwortlichen und der Organe der Emittentin jetzt in den Vordergrund der Prüfung zu stellen. 

Betroffene Anleger können sich per E-Mail über ihre rechtlichen Möglichkeiten informieren.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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