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Mediation im Medizinrecht

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Konflikte kommen in allen Lebenslagen vor, so auch im medizinischen Bereich. 

Mediation in der Medizin ist denkbar im Verhältnis unter Ärzten, wie beispielsweise Partnern einer Gemeinschaftspraxis oder Praxisgemeinschaft bzw. einem Medizinischen Versorgungszentrum. Aber auch in Kliniken, abteilungsintern oder -übergreifend unter Chefärzten oder Chefärzten zum Krankenhausmanagement. Im Wesentlichen handelt es sich hier um eine Wirtschaftsmediation. 

Aber auch im Arbeitsrecht ist eine Mediation sinnvoll. Konkret bei Konflikten zwischen dem Arzt als Chef und einem oder mehreren Mitarbeitern bzw. unter den Mitarbeitern. Es ist auch nicht immer sinnvoll, sich von langjährigen und zuverlässigen Mitarbeitern aufgrund eines bestehenden Konfliktes zu trennen. Konflikte unter Mitarbeitern können gerichtlich kaum so gelöst werden, dass anschließend eine Win-win-Situation vorliegt, sodass beide Parteien sich in die Augen sehen und das Arbeitsverhältnis fortsetzen können. 

Grundsätzlich ist eine Mediation in der Medizin auch bei einem gestörten Arzt-Patienten-Verhältnis denkbar. Die Mediation dient dazu, das gestörte Vertrauen wieder herzustellen und insbesondere dazu, einen langjährigen Rechtsstreit (Arzthaftungsprozess) zu vermeiden. Die Erfahrung zeigt, dass von Patienten eingeleitete Arzthaftungsprozesse oftmals sehr stark emotional motiviert sind. Allerdings werden die Weichen nicht zuletzt von den Vermögensschadensversicherern der Ärzte gestellt. Eine Mediation kann in aller Regel aus Sicht der Versicherer nur sinnvoll sein, wenn die Beweislage sehr stark dafür spricht, dass Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche zuzusprechen sein werden.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Mediation, Medizinrecht

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