Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Mediation – neue Wege zur Streitbewältigung

(1)

Gerichtsverfahren kosten viel Zeit und noch mehr Geld, so die immer wieder zu hörende Erfahrung in etlichen Rechtsabteilungen heutiger Unternehmen. Das starre Verfahrenskorsett lässt in aller Regel das Herausarbeiten der vielschichtigen Interessenlagen „hinter dem Prozess“ nicht zu.

Neben vielen Formen der Streitschlichtung, bspw. in tariflichen Auseinandersetzungen, hat sich in jüngerer Zeit die Mediation (Vermittlung) herausgebildet. Dabei handelt es sich um ein strukturiertes und freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Streitbeilegung.

Der wesentliche Unterschied in der Mediation zu den sonstigen Streitbeilegungs- und Schlichtungsverfahren und zum klassischen Gerichtsprozess liegt in der Rolle des Mediators nicht als eines Entscheidungsträgers bzw. Urteilsfinders im Sinne eines Richters, sondern lediglich in der Rolle eines Vermittlers zwischen den Parteien (Medianten).

Der Mediator verfügt über das „Handwerkszeug“, wie sich die auseinandersetzenden Parteien eine freiwillige und gemeinsame Einigung finden und vereinbaren können.

Der Mediator ist kein Richter.

Der Mediator spricht am Ende des Verfahrens kein Urteil. Der Mediator unterbreitet auch keinen Vorschlag zur Lösung des Konflikts. Der Mediator ist hierbei auch nicht in der Rolle eines klassischen Interessenvertreters, ganz im Gegenteil.

Im Meditationsverfahren bestimmen die Parteien nicht nur selbst den Inhalt des Streitstoffes, sondern erarbeiten als zeitlich kürzeste und kostengünstigste und in der Wirkung zwischen den Parteien tragfähigste Lösung zur erfolgreichen Beendigung von Konflikten (Win-win-Situation).

Ein weiterer Vorteil ist die gemeinsame Herausarbeitung und Festlegung des oftmals hinter dem vordergründigen Streitstoff liegenden eigentlichen Konflikt und der Interessenlage.

Ein Grundprinzip der Mediation ist die absolute Vertraulichkeit und Diskretion; ein Umstand, der gerade die Herausarbeitung und damit Kundgabe von Interessenkonflikten befördern kann. Solches ist im öffentlich tagenden Gerichtsprozess, in großen Wirtschaftsprozessen häufig journalistisch begleitet, gerade nicht möglich. Die Mediation ist grundsätzlich und immer ein nicht öffentliches und absolut vertrauliches Verfahren.

Hinzuweisen ist aber auch darauf, dass die Mediation den Rechtsweg nicht beschneidet. Sollten sich die Medianten letztlich doch auf keine Lösung verständigen können, so bleibt jeder Partei der klassische Rechtsweg offen.

Gerne erreichen Sie mich unter den angegebenen Kontaktdaten.

Rechtsanwalt und Mediator Thomas Braun, Bad Soden


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Mediation

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.