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Mercedes Abgasskandal: Ihre Rechte als Verbraucher

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Nach VW kommt jetzt Mercedes (Daimler AG): Nachdem im Sommer 2017 der Verdacht laut wurde, dass auch Mercedes Benz (Daimler AG) in einen Dieselskandal verstrickt ist, wurden mittlerweile ca. 700.000 Fahrzeuge auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes zurückgerufen.

Welcher Sachverhalt liegt zugrunde? 

Mercedes wird vorgeworfen, mittels einer Software die von ihren Dieselfahrzeugen ausgestoßenen Stickoxide gesenkt zu haben. Dadurch wurden unter Labor- und Prüfbedingungen niedrigere und damit günstigere Werte erzielt als auf der Straße. Bereits im Jahr 2017 berichteten die Medien, dass der Verdacht bestehe, dass der Daimler-Konzern manipuliert haben solle. Mercedes bestritt die Vorwürfe einer Manipulation. Im Jahr 2018 verdichteten sich dann jedoch die Vorwürfe und es kam zu einem ersten Rückruf von ca. 6.000 Fahrzeugen des Modells Mercedes Vito (Euro 6-Norm). Im Sommer 2018 folgt ein zweiter Rückruf von ca. 700.000 Fahrzeugen, die mit einem Software-Update nachgerüstet werden sollten. Betroffen sind insbesondere die Modelle Vito, C-Klasse, Ml/GLE/GL/GLS, V-Klasse und GLC. Die betroffenen Motoren-Modelle sind in einer breiten Fahrzeug-Produkt-Palette von Mercedes verbaut, sodass es in jedem Fall ratsam ist zu prüfen, ob das eigene Fahrzeug gegebenenfalls betroffen sein könnte.

Weitere ca. 60.000 Fahrzeuge des Modells Mercedes GLK 220 DCI wurden nun im Juni 2019 zurückgerufen. Die Daimler AG soll hier ebenfalls unrechtmäßige Abschaltvorrichtungen verwendet haben, die dafür sorgen, dass bei dem gesetzlichen Prüfzyklus der Grenzwert für Stickoxide eingehalten wird, im Straßenbetrieb die Funktion jedoch deaktiviert und der Grenzwert überschritten wird. Nach Angaben in den Medien sind die Ermittlungen hierzu jedoch noch nicht abgeschlossen, sodass der Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes sich auf weitere Fahrzeuge der C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse oder auf andere Modelle ausweiten könnte.

Wie setzen Sie Ihre Rechte durch? 

Schon die Verfahren im VW-Abgasskandal haben gezeigt: Auch wenn es so scheint, als ob die zugrunde liegenden Sachverhalte identisch sind, handelt es sich um technisch komplizierte und tatsächlich wie rechtlich komplexe Verfahren. Sind Sie betroffen, so lassen Sie Ihre Ansprüche prüfen. In Betracht kommen vor allem Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche. Gerade das LG Stuttgart hat in den letzten Monaten in mehreren Verfahren die Daimler AG zu Schadensersatzzahlungen verurteilt.

Haben Sie den Fahrzeugkauf finanziert, lohnt sich in jedem Fall die Prüfung, ob der Darlehensvertrag auch heute noch widerrufen werden kann. Nach Angaben von Verbraucherschutzverbänden sind zahlreiche Kreditverträge fehlerhaft. So hat jüngst auch das LG Berlin die Mercedes Benz Bank AG zu einer Rückabwicklung des Darlehensvertrages und, weil es sich um ein verbundenes Geschäft handelte, zu einer Rückabwicklung des zugrunde liegenden Kaufvertrages verurteilt.

Wir von der Kanzlei von Lilienfeld, Hannover, helfen Ihnen, Ihre Rechte durchzusetzen – unkompliziert, schnell und individuell. Unsere Erfahrung aus den Verfahren im Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal kommt Ihnen dabei zugute. Rufen Sie uns an und nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Frau Rechtsanwältin Dr. Viviane von Lilienfeld-Toal, Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht, steht Ihnen persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung.


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