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Mifa-Anleihe: Fahrradhersteller bereits vor Jahren klamm

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09.03.2015: wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer online-Ausgabe berichtet, scheint der Fahrradbauer Mifa bereits Jahre vor der Emission des mittlerweile ausgefallenen Zinspapieres, einer sogenannten Mittelstandsanleihe, in massiven finanziellen Schwierigkeiten gewesen zu sein. Der Hersteller von Fahrrädern habe am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass bereits die Jahresabschlüsse von 2012 mangelhaft gewesen seien.

Insbesondere die dortigen Ausführungen über das Liquiditätsrisiko hätten nicht den Tatsachen entsprochen, da beispielhaft Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in erheblicher Höhe und unter hohem zeitlichen Verzug bestanden hätten. Dies jedoch und die damit einhergehende akute Gefährdung des Fortbestandes des Unternehmens sei im infrage stehenden Abschluss verschwiegen worden.

Subsummarisch habe bereits hier eine akute Gefährdung der Liquidität des Unternehmens bestanden. Überdies habe eine Fehlbewertung der Vorräte um nahezu 20 Millionen € (gut 40 %) sowie eine übertrieben ausgewiesene Bestandserhöhung (eine halbe Million Euro, rund 20 %) stattgefunden. Darüber hinaus gab es offensichtlich eine übertriebene Darstellung der Umsatzerlöse (dreieinhalb Millionen Euro zu hoch) sowie eine unzutreffende Präsentation bestehender Forderungen des Unternehmens (rund ein Viertel über den tatsächlichen Außenständen). Zu guter Letzt seien überhaupt nicht vorhandene Bestände erfasst und bewertet worden.

Die geschädigten Anleger in die Anleihe der Mifa dürften - und sollten - sich fragen, wer für diese nun weitergehend bekanntgewordenen Missstände die Verantwortung trägt - und für die entstandenen Verluste gegebenenfalls haftbar gemacht werden könnte und sollte.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath jedenfalls empfiehlt nachdrücklich allen betroffenen Geschädigten, mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung der Fragestellung nachzugehen, warum ein bereits in solch offensichtlicher und außerordentlicher Schieflage sich befindendes Unternehmen unter geradezu exemplarischer Vorspiegelung falscher Tatsachen auf dem Markt zusätzliche Gelder aufnehmen konnte. Aus unserer Sicht dürfte hier bereits in den Jahren vor der Emission der Anleihe mindestens der Prüfungsbereich bezüglich der sogenannten Insolvenzverschleppung, einer Straftat, eröffnet sein. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht auch für eine kurze unverbindliche telefonische Bestandsaufnahme kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei ist RA Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 10.03.2015

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