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Minijobber und Aushilfen haben Rechte

  • 2 Minuten Lesezeit

I. Urlaub

Von einem Minijob spricht man immer dann, wenn der monatliche Verdienst regelmäßig nicht über dem Betrag von 450 Euro liegt. Das Gesetz spricht in diesem Fall von einer geringfügigen Beschäftigung (vgl. § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV).

Ein Minijobber hat einen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Die Anzahl der Urlaubstage richtet sich dabei zunächst nach entsprechenden Regelungen im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag. Auf jeden Fall besteht bei einem Minijob ein Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub gemäß dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Einem Arbeitnehmer stehen nach § 3 Abs. 1 BUrlG mindestens 24 Werktage im Jahr an Urlaub zu. Dabei geht das BurlG von einer 6-Tage-Woche aus.

Im Rahmen eines Minijobs bemisst sich der Urlaubsanspruch nach den gewöhnlich zu arbeitenden Tagen. Es gilt folgende allgemeine Formel: Urlaubsanspruch geteilt durch Werktage mal Arbeitstage einer Woche. Danach stehen einem Minijobber, der zum Beispiel an zwei Tagen in der Woche arbeitet, gesetzlich mindestens 8 Urlaubstage im Jahr zu (24 geteilt durch 6 x 2 = 8). Auf die Anzahl der Arbeitsstunden kommt es dabei nicht an.

Im Geltungsbereich eines Tarifvertrages, der von einer Fünf-Tage-Woche ausgeht, ist der Gesamturlaubsanspruch durch 5 zu teilen und mit der Anzahl der Tage, an denen gearbeitet wird, zu multiplizieren.

Wenn es keine feste wöchentliche Arbeitszeit gibt, werden Arbeitszeit und Urlaub auf das ganze Jahr hochgerechnet.

Auch Aushilfen, wie z. B. Schüler und Studenten haben Anspruch auf Urlaub. Für jeden vollen Monat der Beschäftigung ist ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu gewähren. Bruchteile, die mindestens einen halben Tag ergeben, werden aufgerundet.

II. Entgeltfortzahlung

1. Entgeltfortzahlung an Feiertagen

Nach § 2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) hat jeder Arbeitnehmer, also auch Aushilfen und geringfügig Beschäftigte einen Anspruch auf Feiertagsbezahlung. Der Anspruch besteht, wenn der Feiertag auf einen regelmäßigen Arbeitstag fällt.

Der Anspruch entfällt, wenn der Arbeitnehmer am letzten Tag oder am ersten Tag nach dem Feiertag unentschuldigt fehlt.

2. Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Ein Entgeltfortzahlungsanspruch wegen Krankheit entsteht erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.

Der Anspruch besteht aufgrund der gleichen Erkrankung für maximal 6 Wochen.

Die Arbeitsunfähigkeit darf nicht verschuldet sein.

Sollten Sie Fragen zu Ihren Ansprüchen haben, stehe ich Ihnen als kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung. Bitte nehmen Sie per E-Mail oder telefonisch mit mir Kontakt auf. In einem Besprechungstermin können wir dann das weitere Vorgehen in Ihrem Einzelfall gemeinsam abstimmen.



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