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MS „Frisia Amsterdam“, MS „Frisia Göteborg“: Commerzbank droht Containerschiff-Anlegern

Rechtstipp vom 17.08.2017
Aktualisiert am 13.10.2017
(3)
Rechtstipp vom 17.08.2017
Aktualisiert am 13.10.2017
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16.08.2017: Wie das Internet-Portal fondsprofessionell.de berichtet, versucht offensichtlich erneut eine deutsche Großbank, sich unliebsamer Containerschiff-Engagements elegant zu entledigen. Die durch den deutschen Steuerzahler indirekt mit Milliardenzahlungen gerettete und nach wie vor teilstaatliche Commerzbank setze hier „wieder einmal ohne Not“ den sprichwörtlichen Kleinanleger unter Druck. Obwohl die beiden in Rede stehenden Containerschiffe bereits zu jeweils rund zwei Dritteln entschuldet seien, bestünde das Geldhaus nicht nur auf Fortführung des vollen Kapitaldienstes, sondern poche vielmehr darüber hinaus auf umgehenden Nachschuss frischen Kapitals in Höhe von zwei respektive 2,3 Millionen € durch die Investoren.

Commerzbank fordert zusätzliche Millionen

Wie das Internet-Portal weiter ausführt, habe das Fondsmanagement in einem Anschreiben an die Anleger vom 10.08.2017 darauf hingewiesen, dass aktuell Schiffsbetriebskosten sowie voller Kapitaldienst inklusive Zins und Tilgung aus den Einnahmen des Tagesgeschäftes nicht erbracht werden könnten. Dies sei bereits seit dem zweiten Quartal des laufenden Jahres der Fall. Die Commerzbank drohe nun mit der Aufkündigung der Kredite für den Fall, dass die Nachschüsse in Millionenhöhe nicht zusätzlich geleistet würden.

Commerzbank droht mit Kündigung der Kredite

Da davon auszugehen sei, dass sowohl von Gesellschafter– wie auch von externer Investorenseite kaum zusätzliches Kapital zufließen werde, sollten die Anleger einem Verkaufsbeschluss zustimmen. Bedingung sei, dass eine „insolvenzfreie Liquidation der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich“ wäre – trotz Verzicht auf einen Mindestverkaufspreis. Im Hinblick auf die zu erwartenden Marktkonditionen für die beiden Containerschiffe respektive Frachter äußere sich das Fondsmanagement nicht. fondsprofessionell.de stellt hier als Einschätzung infrage, ob durch die Verkaufserlöse die noch bestehenden Restschulden abgedeckt werden könnten.

Totalverlust für Anleger bei Notverkauf?

Was haben die betroffenen Investoren in der bestehenden Situation zu erwarten? Wenn die im Notverkauf erzielten Erlöse die noch bestehenden Restschulden nicht abdeckten, stünden die Anleger vor einer Nachschusspflicht. Nicht auszuschließen sei darüber hinaus eine Insolvenz der Schiffsgesellschaften. Die betreibende Reederei Hartmann arbeite nach wie vor auf einen Verzicht der Commerzbank für alle nicht durch einen potentiellen Verkaufserlös gedeckten offenen Forderungen hin. Auch dieses Szenario könnte jedoch für die Anleger einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals bedeuten.

Schadensersatz grundsätzlich möglich

In einer Vielzahl von Insolvenzfällen auf dem weitgefächerten Beteiligungsmarkt für Containerschiffe haben Gerichte immer wieder zugunsten der Anleger rechtskräftig geurteilt. Im Fokus standen hier regelmäßig die Verantwortlichkeiten insbesondere auch der Vermittler und Anlageberater (Stichworte hier exemplarisch Sicherheit der Anlage/Altersvorsorge). Gerade auch die Vertriebe deutscher sowie internationaler Großbanken glänzten im Einzelfall unfreiwillig immer wieder im Zentrum der Kritik – und mussten schlussendlich Schadensersatz leisten. Gerne prüfen wir unverbindlich Ihre persönliche Situation.

Über Adwus Rechtsanwälte

Adwus Rechtsanwälte wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in Adwus Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. Adwus Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen Adwus Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und aber auch die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

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Wir stehen mit unserem bundesweit tätigen Unternehmen für ausgewiesene fachliche Kompetenz und langjährig erworbene Expertise und setzen uns mit Erfahrung und Leidenschaft dafür ein, Ihre Interessen und Rechte bestmöglich zu vertreten.

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