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MS Kollmar, Prospekturteil und Rechtslage? Anwaltliche Soforthilfe!

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Nach Presseberichten hat das Landgericht Hamburg mit Entscheidung vom 16.07.2015 – nicht rechtskräftig – einem Anleger wegen seiner Beteiligung an dem Ship Invest Fonds „MS Kollmar“ Schadenersatz wegen Prospektfehler zugesprochen.

Urteil mit Signalwirkung über den Einzelfall, Schadensersatz unabhängig von der Beratungssituation möglich!

Konkret wurde ein in Anspruch genommener Gründungsgesellschafter auf Schadensersatz in Höhe des Zeichnungsbetrages verurteilt. Der verurteilte Gründungsgesellschafter muss darüber hinaus dem Anleger auch die Sanierungsbeiträge zurückerstatten, die dieser im Rahmen der Sanierungsbemühungen gezahlt hatte.

Grundlage des Schadensersatzanspruches war nach Auffassung des Landgerichtes Hamburg die Fehlerhaftigkeit des verwendeten Prospektes.

Das Landgericht Hamburg vertritt danach die Auffassung, dass der verwendete Prospekt über wesentliche Aspekte des Schiffspools, in dem die MS Kollmar fahren sollte, nicht oder nicht ausreichend informiert hat. Insoweit ist das Gericht wohl der Auffassung, dass die Angaben zu dem Pool im Prospekt den interessierten Anleger nicht hinreichend über Risiken, die mit dem Inhalt und der Struktur des Pools zusammenhängen, informieren.

Rechtliche Handlungsmöglichkeiten?

Anleger die sich von dieser Schiffsfondbeteiligung lösen wollen (Rückabwicklung) könnten daher unabhängig von der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen Falschberatung sich nun nur auf die Fehlerhaftigkeit des verwendeten Prospektes berufen.

Das bedeutet im Einzelfall, dass der Anleger nicht darlegen und beweisen muss, dass er seinerzeit falsch beraten und aufgeklärt worden ist. Es reicht aus wenn er sich auf die Fehlerhaftigkeit des Prospektes beruft.

Problem Verjährung zum 31.12.2015?

Aber auch für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen Prospekthaftung im sog. weiteren Sinne müssen Anleger eine Verjährungsfrist dringend beachten.

Auch insoweit gilt die Regelverjährungsfrist die nach dem Stichtagsprinzip zu berechnen ist. Da diese Verjährungsfrist kenntnisabhängig ist, ist nicht auszuschließen, dass bereits zum 31.12.2015, möglicherweise aber auch bis zum 31.12.2016, Verjährung eintreten kann.

Anleger die hier Schadensersatzansprüche geltend machen wollen, sollten sich daher beeilen und sich von einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt zeitnah beraten und informieren lassen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser steht für eine erste kostenfreie Information telefonisch zur Verfügung. Alternativ können auch die verschiedenen Kontakt- und Fragebögen auf der Homepage, www.eser-law.de, verwendet werden.


Rechtstipp vom 08.10.2015
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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