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Muß Urlaub in der Kündigungsfrist genommen werden?

Rechtstipp vom 26.05.2011
(24)
Rechtstipp vom 26.05.2011
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In diese Situation kann jeder Arbeitnehmer kommen: der Job ist gekündigt, man klagt dagegen, es kommt zur Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht, der Richter legt eine einvernehmliche Beendigung nahe - und in die aufgeheizte Stimmung hinein soll sich der klagende Arbeitnehmer auch noch damit einverstanden erklären, dass sein Resturlaub „als in der Kündigungsfrist genommen" dahinschmilzt.

Muss das sein?

Das BAG (Bundesarbeitsgericht) hat am 17.5.2011 entschieden: ja, das muss sich der Arbeitnehmer gefallen lassen. Denn es ist der Arbeitgeber, der den Urlaub zeitlich festlegt. Der Arbeitgeber muss nur hinreichend deutlich sagen, in welchem Umfang er die Urlaubsansprüche des Arbeitnehmers erfüllen will. Der Arbeitgeber legt den Umfang der Freistellung - und die zeitliche Lage des Urlaubs! - fest. Der Arbeitnehmer hat nämlich nur einen Anspruch auf Urlaub überhaupt. Wann aber dieser Urlaub stattfindet, da kann der Arbeitnehmer nur Wünsche äußern.

(BAG 17.5.2011 - 9 AZR 189/10)


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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