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Nachfolgeregelung, Unternehmensübergabe, Unternehmensnachfolge, was sollte man beachten

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Als Rechtsanwalt in eher ländlicher Gegend wenden sich oft ratsuchende Unternehmer an mich mit der Frage:

"Mein Unternehmen läuft gut, es dient dem Unterhalt meiner Familie und den Unterhalt der Familien meiner Angestellten - aber was ist wenn mir etwas passiert?"

Sie können sich vorstellen, dass diese Frage nicht mit ein paar Sätzen und schon gar nicht pauschal beantwortet werden kann, da es hier immer auf die Art des Unternehmens, der Personal-Struktur, der Gesellschaftsform und schlussendlich auch der Familie des Unternehmers ankommt.

Pauschal kann aber gesagt werden, dass es in jedem Fall einer Vorsorge/Nachfolgeregelung bedarf, da Unternehmen die plötzlich ohne Führung dastehen, insbesondere wenn es Familien- oder Einzelunternehmen sind, in 70% der Fälle in "Schieflage" geraten oder sogar eingestellt werden müssen.

Was sollte also auf jeden Fall geregelt werden, um den Fortbestand eines Unternehmens über den Tod oder eines Unfalles der Unternehmensführung zu gewährleisten:

Experten empfehlen einen sogenannten "Notfallkoffer", dieser sollte enthalten:

1. Sämtliche Zugangcodes, Losungswörter und Passwörter um etwa Rechner hochzufahren und damit grundsätzlich den Fortgang der Verwaltung und Organisation des Unternehmens zu gewährleisten.

2. Kontovollmachten sollten eingerichtet sein, so dass weiterhin Zahlungen veranlasst, etwaige Kredite bedient und etwa Gehälter ausgezahlt werden können. (Wenn das nicht gewährleistet ist sind auch die besten Mitarbeiter schnell nicht mehr motiviert und auch Kunden und Lieferanten haben hier nicht endlos Geduld).

3. Bis zur Klärung einer etwaigen Erbfolge und ggf. Erbauseinandersetzung (viele Unternehmen überleben diesen Zeitraum nicht) kann testamentarisch bestimmt werden, wer die Geschäfte leiten soll. Oft sind Familienangehörige hier nicht die beste Wahl, da die durch den Tod oder Unfall des Unternehmensführers mit anderen Aufgaben und auch emotional beschäftigt sind.

 Es muss aber nicht immer der plötzliche Tod oder ein schwerer Unfall sein der die Fragen einer Unternehmensfortführung aufwirft, oft sind es Fragen wie die Nachfolge innerhalb der Familie geregelt werden kann ohne einzelne Familienmitglieder zu übervorteilen oder Streit und Konflikte zu provozieren.

Hier bedarf es oft steuerrechtlicher und erbrechtlicher Informationen um die optimale Lösung für den Fortbestand eines Unternehmens trotz Übergabe an einen oder mehrere  Nachfolger zu gewährleisten.

Was mit dem Unternehmen passiert, dass man über viele Jahre mit viel Mühe aufgebaut hat, sollte man nicht dem Zufall überlassen. Das was geregelt werden kann sollte man auch tunlichst regeln.  Für manche Regelungen wird es ggf einer notariellen Urkunde bedürfen, ggf. müssen Handelsregister oder Grundbuchämter informiert werden.

 Was genau Ihr Notfallkoffer enthalten sollte, sollten Sie in einem Einzelgespräch mit einem Fachmann klären. Bei allen rechtlichen Fragen sollte es dann auch ein entsprechend ausgebildeter Berater sein.

Bei Fragen? - Fragen!

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die für Sie passende Regelung finden die Ihr Unternehmen auch in Krisenzeiten und Ihren persönlichen Einsatz überleben lassen.

Max Jelinek

Rechtsanwalt & Mediator

Innaustr. 11 A

83026 Rosenheim

mobil 0173 9590717

Tel. 08075 2980710

Fax 08075 29807109


Rechtstipp vom 12.10.2012

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