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Nahverkehr: Freiere Fahrt für Schwerbehinderte!

Rechtstipp vom 12.08.2011
Rechtstipp vom 12.08.2011
Nahverkehr: Freiere Fahrt für Schwerbehinderte!
Zum ersten September fällt eine Hürde für Bahnfahrer mit Schwerbehindertenausweis im Nahverkehr.

Für schwerbehinderte Menschen, die im Nahverkehr die Bahn nutzen, gibt es gute Neuigkeiten. Ab 1. September 2011 fällt die sogenannte 50-km-Regelung. Für die Betroffenen bedeutet das, dass sie dann nicht mehr auf einen 50-km-Radius um ihren Wohnort beschränkt sind, wie es derzeit noch der Fall ist.

Bislang gilt für freifahrtberechtigte Schwerbehinderte noch die 50-km-Grenze, d. h., Nahverkehrsfahrten mit Freifahrtmarke sind nur innerhalb von 50 km rund um den Wohnort möglich. Diese Begrenzung entfällt nun zum Septemberbeginn. Das gilt für Fahrten in der zweiten Klasse folgender Nahverkehrszüge: Interregio-Express (IRE), Regionalexpress (RE), Regionalbahn (RB) und S-Bahn.

Natürlich muss man künftig im Zug auch weiterhin den Schwerbehindertenausweis und das Beiblatt mit Wertmarke bereithalten, um seine Berechtigung gegebenenfalls nachzuweisen. Man braucht dann aber nicht mehr das Streckenverzeichnis mitführen, auf dem die 50-km-Grenze verzeichnet ist.

Die Wertmarke für die Freifahrtberechtigung ist beim zuständigen Versorgungsamt erhältlich. Mit einer Laufzeit von einem halben Jahr kostet die Wertmarke 30 Euro und mit einer Laufzeit von einem Jahr 60 Euro.

Einige schwerbehinderte Menschen erhalten die Wertmarke kostenlos, zum Beispiel Personen, die das Merkzeichen H für hilflos oder BI für blind bzw. hochgradig sehbehindert in ihrem Schwerbehindertenausweis eingetragen haben. Des Weiteren erhalten Bezieher von Arbeitslosenhilfe oder von Leistungen zum Lebensunterhalt die Wertmarke kostenfrei.

(WEL)

 

 

Foto : ©Fotolia.com/RRF


Rechtstipp aus der Themenwelt Schwerbehindertenausweis und dem Rechtsgebiet Schwerbehindertenrecht

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