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NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH: BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung an

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Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hat angeordnet, dass die NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH aus Berlin das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft sofort einstellen muss und die unerlaubt betriebenen Geschäfte unverzüglich abwickeln muss. Das Unternehmen nehme auf der Grundlage sogenannter Kaufverträge unbedingt rückzahlbare Gelder des Publikums an, so die BaFin. Hierdurch betreibe es das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis. Die NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH ist daher verpflichtet, die Anlegergelder „unverzüglich und vollständig“ zurückzuzahlen.

Das Unternehmen mit Sitz Unter den Linden 16 in Berlin (eingetragen beim Amtsgericht Berlin – Charlottenburg HRB 152384) warb noch bis vor kurzem mit der Investitionen in Mikroalgen als angeblich „nachhaltiges ökologisches Konzept, das der Umwelt und den Unternehmen nützt“. Mit der Nachhaltigkeit war es aber wohl nicht weit her. Nutzer-Kommentare wie etwa „Finger weg, sonst Geld weg“ auf der Facebook-Präsenz des Unternehmens lassen Böses ahnen. Die Internetseite der Firma ist nicht mehr erreichbar. Auf telefonische oder schriftliche Anfragen reagiert das Unternehmen anscheinend nicht.

Mit der Einstellungs- und Abwicklungsverfügung vom 13.01.2017 hat die BaFin nun einen Schlusspunkt gesetzt. Das Unternehmen muss sofort alle angenommenen Gelder an die Anleger zurückzahlen, denn es hatte keine Erlaubnis. Wer bei der NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH investiert hat, sollte jetzt darauf achten, ob ihm das Geld tatsächlich zurückgezahlt wird. Sollte das nicht der Fall sein, ist dringend die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe anzuraten.

Betroffene Anleger haben unter Umständen auch Schadensersatzansprüche gegen Berater, Vermittler und Vermittlungsgesellschaften. Berater sind grundsätzlich verpflichtet, ihre Kunden anleger- und anlagegerecht zu beraten. Bevor sie eine Anlage empfehlen, müssen sie eine sogenannte Plausibilitätsprüfung durchführen. Dazu gehört auch die Prüfung, ob eine Erlaubnis der BaFin erforderlich ist. Hat ein Unternehmen die erforderliche Erlaubnis nicht, müssen Berater ihre Kunden darauf hinweisen. Empfehlen Berater oder Vermittler ihren Kunden eine Anlage trotz fehlender Erlaubnis, so machen sie sich regelmäßig schadensersatzpflichtig. Die geprellten Kunden können dann den Ausgleich ihres Schadens von dem Berater verlangen.

Wer bei der NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH Geld investiert hat, sollte sich sofort an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt wenden. Die KMP3G Klamert und Partner hat jahrzehntelange Erfahrung im Kapitalanlagerecht. Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zu unerlaubten Einlagengeschäften ist Rechtsanwalt Johannes Goetz.

Johannes Goetz, Rechtsanwalt für Wirtschaftsrecht, Bankrecht und Kapitalanlagerecht


Rechtstipp vom 19.01.2017
Aktualisiert am 13.06.2017
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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            Rechtsanwalt Johannes Goetz (KMP3G Klamert + Partner Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft) Rechtsanwalt Johannes Goetz

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