Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Nebenkostenabrechnung

aus dem Rechtsgebiet Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht

Gem. § 556 III BGB sind Nebenkosten binnen 12 Monate nach Ende der Abrechnungsperiode abzurechnen. Da die Betriebskosten meist kalenderjährlich abgerechnet werden, ist Stichtag oft der 31.12. (jedenfalls für die sog. kalten Betriebskosten). Der Mieter muss in diesem Zeitraum die Abrechnung auch tatsächlich erhalten haben. Die bloße Absendung reicht zur Fristwahrung nicht aus.

Oftmals sind die Abrechnungen fehlerhaft, weshalb sich die Prüfung der Abrechnung lohnen kann. Ein Vergleich mit der Abrechnung des Vorjahres ist stets sinnvoll, um Veränderungen bei den einzelnen Posten besser vergleichen zu können. Dann sehen Sie, ob sich z.B. die Versicherungskarten erheblich erhöht haben (vielleicht durch viele Schadensmeldungen, was für eine mangelnde Instandhaltung sprechen kann), ob der Stromverbrauch unnatürlich angestiegen ist (vielleicht durch umfangreiche Baumaßnahmen im Haus?) oder ob in einem gemischt genutzten Objekt die Anzahl und Größe und Art der Gewerbeeinheiten bei der Umlage der Kosten richtig beachtet wurden. Welche Leistungen gehören in den Bereich Gartenpflege und wie können eventuelle Sperrmüllkosten umgelegt werden? Wurden alle Empfänger – jeder Mieter – richtig beachtet?  

Als Mieter müssen Sie Einwendungen gegen die Abrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Zugang der Abrechnung geltend machen, § 556 III S. 5 BGB.  

Z.B. ist aber eine Abrechnung nicht nur deswegen formell unwirksam, weil der Vermieter die auf das Abrechnungsjahr anfallenden Kosten aus jahresübergreifenden Rechnungen ermittelt und die zur Berechnung erforderlichen Zwischenschritte nicht offen legt (so jedenfalls BGH, Urteil v. 2.4.2014, VIII ZR 201/13).

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Profil-Bild
            Rechtsanwalt Sascha Pohlmann Rechtsanwalt Sascha Pohlmann

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors