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Neue Filesharingabmahnung: Illegale Verwertung von „Danza Kuduro“ wird von Berliner Anwälten gerügt

Rechtstipp vom 23.01.2012
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Rechtstipp vom 23.01.2012
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Der Sommerhit des letzten Jahres „Lucenzo & Don Omar - Danza Kuduro" wird derzeit verstärkt auf „Aktivitäten" auf sogenannten Tauschbörsen überprüft. Die angeblichen Rechteinhaber, die DigiRights Administration GmbH, hat in Auftrag gegeben, eine eventuelle illegale Verwertung des Musikwerkes aufzuspüren und dabei verletzte Urheberrechte geltend zu machen. Dies tun nun in dem uns vorliegenden Fall die Berliner Rechtsanwälte Denecke • von Haxthausen & Partner in ihrem Schreiben an unseren Mandanten.

Das Abmahnschreiben

Die Vorwürfe in dem Abmahnschreiben decken sich größtenteils mit den üblichen Anschuldigungen und Forderungen der großen Abmahnkanzleien. Vorgeworfen wir unserem Mandanten, das oben genannte Musikwerk auf einer Internettauschbörse öffentlich zugänglich gemacht zu haben, indem er es anderen Nutzern zum Download angeboten hat. Dies stelle eine Straftat im Sinne des § 108 UrhG dar und müsse demnach gerügt werden.

Die Forderungen

Auf dieser Straftat beruhend, fordern nun die gegnerischen Rechtsanwälte unseren Mandanten dazu auf, gemäß § 97 I UrhG für Beseitigung dieser Beeinträchtigung der Verwertungs- und Nutzungsrechte zu sorgen. Des Weiteren soll er eine beigefügte, strafbewehrte Unterlassungserklärung unterzeichnen und einen pauschalen Schadensersatzbetrag in Höhe von 450,00 Euro begleichen. Sowohl für die Abgabe der Unterlassungserklärung als auch die Zahlung des Geldbetrages ist eine Frist von 14 Tagen gesetzt.

Das empfohlene Vorgehen

Trotz der Betonung der Fairness dieses Angebotes und der Erwähnung der etwaigen Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren im Schwerstfall, sollten Sie sich nicht unter Druck setzten oder verunsichern lassen. Bewahren Sie Ruhe und kommen Sie den Forderungen nicht blindlings nach. Vor allem eine vorschnelle Unterzeichnung der Unterlassungserklärung kann eine spätere Verteidigung vereiteln, da diese eventuell vor Gericht als Schuldeingeständnis gesehen werden kann und den Unterzeichner zu mehr verpflichtet als nötig wäre. Wir raten Ihnen sich Unterstützung bei einem spezialisierten Anwalt zu suchen, der Ihren Fall einschätzen kann und die Durchsetzbarkeit der Forderungen nochmal überprüft.

Gerne helfen wir Ihnen weiter, sollten Sie sich in einer derartigen Situation befinden. Näher Informationen zu unseren Angeboten finden Sie unter www.rdp-law.de


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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