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Neue Informationen rund um die „S Immofin“ bestätigen die bisherigen Befürchtungen

Rechtstipp vom 15.06.2018
Aktualisiert am 18.06.2018
(1)
Rechtstipp vom 15.06.2018
Aktualisiert am 18.06.2018
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Weitere Enthüllungen rund um die von österreichischen Banken gegründete „S Immofin“, die rund 14.000 Anlegern – vornehmlich „Häuslebauern“ im süddeutschen Raum – Fremdwährungskredite vermittelte, belegen, dass den Anlegern wesentliche Informationen bewusst vorenthalten wurden.

Ehemalige Finanzvermittler „packen aus“

Wie nun bekannt wurde, zweifeln auch immer mehr der ehemals von der S Immofin eingespannten Finanzvermittler an der Rechtmäßigkeit des damaligen Vorgehens. Sie berichten davon, dass zu „Hochzeiten“ 10-15 Untervermittler für sie tätig waren. Dabei reisten Mitarbeiter der S Immofin extra aus Österreich nach Deutschland, um dann gemeinsam mit den Finanzvermittlern auf „Häuslebauer“ zuzugehen. Dabei haben die hinter der S Immofin stehenden Banken in den Angeboten aber die versteckten Gebühren nicht in den Effektivzins eingerechnet, damit der Anleger diese nicht sieht. Realistisch wäre es gewesen, Zinssätze in Höhe von ca. 13 % anzugeben. Dementsprechend wurden viele Anleger erst im Nachhinein plötzlich mit entsprechenden Zinssätzen konfrontiert. Die Verluste einzelner Anleger bewegen sich mittlerweile im sechsstelligen Bereich.

Interne Papiere der S Immofin aufgetaucht

Daneben sind auch interne Anweisungen bekannt geworden, nach denen die Mitarbeiter der S Immofin keine Hinweise auf die hinter der S Immofin stehenden Banken geben durften.

Verantwortliche streiten die Vorwürfe nach wie vor ab

Trotz anderslautender Berichte damaliger Finanzvermittler beharren die heute verantwortliche Bausparkasse und der Sparkassenverband nach wie vor darauf, dass es sich bei den versteckten Provisionen tatsächlich um eine übliche Verfahrensweise handeln würde. Anleger wären hierüber auch aufgeklärt worden und überhaupt wäre nicht die S Immofin auf die Anleger zugegangen, sondern die Anleger auf die S Immofin. Dennoch müssen auch die Verantwortlichen einräumen, dass es eine „bonitätsabhängige Marge“ gab; d. h., dass höhere Kosten für den Kunden bereits im Konzept angelegt waren, obwohl die Angebote als „supergünstige“ Möglichkeit verkauft wurden. Die Anleger jedenfalls fühlen sich aufgrund von verschwiegenen Mehrkosten bzw. plötzlich doch höheren Zinsen hintergangen.

An der S Immofin beteiligte Banken

Hinter der S Immofin standen die Sparkassen Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol sowie die Bausparkasse und die Erste Bank.

Ansprüche gegen die Verantwortlichen

Mittlerweile bestätigen auch internationale Finanzexperten, dass nicht nur von einer Verantwortlichkeit der Bank auszugehen ist, sondern auch von einer Haftung der verantwortlichen Manager und Organe.

Dies bestätigt die Ansicht der ADWUS-Rechtsanwälte. Wir vertreten insofern bereits betroffene Anleger im Hinblick auf deren berechtigte Interessen gegen die S Immofin und die für das von ihr vertriebene Anlageprodukt verantwortlichen Personen.

Weitergehende Informationen zu „S Immofin“ finden Sie auch unter meinen weiteren Rechtstipps hierzu, bspw. unter:

Bankeigene Gesellschafft "S Immofin" verantwortlich für hohe Schäden bei deutschen Hausbauern?

ADWUS Rechtsanwälte – Kompetenz und Expertise

ADWUS Rechtsanwälte wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in ADWUS Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. ADWUS Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen ADWUS Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und aber auch die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

Kompetenz, Expertise, faire und transparente Kosten

Wir stehen mit unserem bundesweit tätigen Unternehmen für ausgewiesene fachliche Kompetenz und langjährig erworbene Expertise und setzen uns mit Erfahrung und Leidenschaft dafür ein, Ihre Interessen und Rechte bestmöglich zu vertreten.

ADWUS Rechtsanwälte sind auch am Wochenende und an Feiertagen für Sie erreichbar und stehen für faire und transparente Kosten.


Rechtstipp aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und den Rechtsgebieten Allgemeines Vertragsrecht, Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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