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Neue Probleme nach Software-Update: Motorkontrollleuchte leuchtet – Dieselpartikelfilter ist voll

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Vor über zwei Jahren ist der Diesel-Abgasskandal enthüllt worden. Doch ein Ende ist noch immer nicht in Sicht. Ein neu aufgetretenes Problem ist die Verstopfung des DPF. Darunter versteht man den Dieselpartikelfilter, dessen Aufgabe es ist, Rußpartikel und Feinstaub im Abgasstrom von Dieselfahrzeugen zurückzuhalten und die Schadstoffe während der Regeneration in CO2 umzuwandeln. Wenn er voll ist, kann er dieser Funktion nicht mehr nachkommen. Dann warnt eine gelbe Leuchte im Cockpit und der Fahrer muss handeln.

Folgeschäden des Software-Updates: Von der Verstopfung des Dieselpartikelfilters bis hin zum Motorschaden

Viele Fahrer betroffener Modelle berichten über neue Probleme nach der Durchführung des Software-Updates, welches eigentlich entwickelt wurde, um die Wirkungsweise der Schummel-Software zu beheben.

Angegebene Folgesymptome sind

  1. Höherer Verbrauch
  2. Höhere Betriebskosten
  3. Weniger Leistung
  4. Geringere Dauerhaltbarkeit

Doch vor allem wird immer wieder über ein Aufblinken der Motorkontrollleuchte und die Verstopfung des Dieselpartikelfilters (DPF) berichtet. Dies kann ernsthafte Konsequenzen haben. Das AGR-Ventil kann versotten und Motorschäden können entstehen.

Wirkungsweise des Software-Updates

Die ursprünglich verwendete Schummel-Software führte dazu, dass die manipulierten Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße die gesetzlich vorgegebenen Stickoxidwerte nicht einhalten, sondern nur im Prüfstand gewährleisten. Das Software-Update soll dies beheben.

Das Problem besteht jedoch darin, dass die Dieselmotoren während der Fahrt Teile des Abgases zurück in den Motor leiten, um die Verbrennung des Kraftstoffes zu optimieren. Durch die Vornahme des Updates wird dann zwar der Ausstoß von Stickoxid gesenkt, jedoch erhöht sich die Anzahl der Rußpartikel.

Ruß-NOx-Schere: Zu hohe Stickoxidwerte oder Verstopfung des Dieselpartikelfilters

Die Fahrzeuge befinden sich somit in der Falle der sogenannten Ruß-NOx-Schere. Das Verhältnis dieser Stoffe lässt sich durch Motorsteuerung beeinflussen. Man kann die Einstellung wählen, die weniger Stickoxide bildet, aber dann den Ausstoß von Rußpartikeln erhöht oder umgekehrt. Somit werden entweder die Grenzwerte des Stickoxidausstoßes nicht eingehalten oder es leidet die Langlebigkeit der Dieselpartikelfilter, die auch als Rußpartikelfilter bekannt sind. Diese verstopfen durch das Software-Update schneller, da dieses die Einhaltung der Stickoxidwertegewährleisten soll. Ein dann nötiger Austausch kann bis zu 3000 € kosten.

Verstopfung des Dieselpartikelfilters als Verlängerung der Abwärtsspirale des Abgasskandals für den Verbraucher

Es zeigt sich wieder einmal mehr, dass dem Verbraucher durch das Vorgehen der Autokonzerne keine wirklichen Lösungsansätze präsentiert werden, sondern vielmehr immer weitere neue Probleme entstehen. Da bei der Nichtdurchführung des Updates nun auch die Verweigerung der TÜV-Plakette droht, kann sich bald jeder Besitzer eines vom Abgasskandal betroffenen Modells dem Problem mit dem Dieselpartikelfilter ausgesetzt sehen.

Tests in den USA haben ergeben, dass Dieselpartikelfilter bereits vor der Durchführung des Updates schon nach 80.000 Kilometern durch Ablagerungen zerstört waren, was weit unter dem gesetzten Standard von 240.000 Kilometern liegt. Deutsche Kunden hingegen berichteten darüber, bereits wenige Minuten nach der Durchführung des Software-Updates mit leuchtender Motorkontrolllampe liegen geblieben zu sein.

Der Abgasskandal geht mithin weiter und scheint nicht enden zu wollen.

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Rechtstipp vom 02.11.2017

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