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Neue Straße – mehr Lärm

Rechtstipp vom 29.03.2018
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Rechtstipp vom 29.03.2018
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Die erneuerte Straße vor der Tür sieht gut aus. Das Auge freut sich, aber das Ohr leidet: Wenn Verbundpflaster oder Kopfsteinpflaster verlegt wurde, kann es deutlich lauter werden. Als Anwohner können Sie sich gegen solche baulichen Veränderungen wehren.

Da Straßenverkehr eine maßgebliche Lärmquelle im modernen Leben ist und wesentlich zum Stress beiträgt, müssen bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Wird eine Straße neu angelegt oder grundlegend erneuert, sind diese zu beachten. Maßgeblich dafür ist die Verkehrslärmschutzverordnung mit ihren Grenzwerten und entsprechenden Messverfahren. Pflastersteine, insbesondere Kopfsteinpflaster, führen wegen der Abstände zwischen den einzelnen Steinen zu lauteren Abrollgeräuschen der Fahrzeuge auf der Straße als eine vorher vorhandene geschlossene Decke aus Asphalt.

Ob durch eine Baumaßnahme die Lärmgrenzwerte zum einen zu beachten und zum anderen überschritten sind, ist in jedem Einzelfall näher zu prüfen. Der Lärm wird durch einen Sachverständigen ermittelt werden, während die übrige Prüfung durch den Anwalt erfolgt.

Anwohner können verlangen, dass die bauliche Situation auf der Straße geändert wird, wenn es zu laut ist. Aber bereits im Vorfeld bei der Neuplanung der Straße kann man zum Beispiel die Gemeinde darauf hinweisen. Gerade in der Altstadt oder im Dorfkern wollen Gemeinden gerne Straßen mit Pflastersteinen sanieren, um ein gewisses Flair herzustellen. Dieser zusätzliche Aufwand schlägt sich bereits in höheren Straßenausbaubeiträgen nieder, führt aber auch zu einer höheren – manchmal zu hohen – Lärmbelastung.

Auch verkehrsberuhigende Maßnahmen, die häufig mit einer Pflasterung von Straßenabschnitten einhergehen, können zu einer unzumutbaren Lärmbelastung führen.

Zu diesem Thema können Sie gerne einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren. Ich vertrete Sie selbstverständlich auch gegenüber der Gemeinde, dem Landkreis oder dem Bund als zuständigen Straßenbaulastträger, sofern dies erforderlich werden sollte. Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten auf dieser Seite.


Rechtstipp aus der Themenwelt Bauen und Wohnen und den Rechtsgebieten Grundstücksrecht & Immobilienrecht, Öffentliches Baurecht, Verwaltungsrecht

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