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Neuer Güterstand

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Der gesetzliche Güterstand ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich gestaltet. Das kann in binationalen Ehen zu Problemen führen. Diese machen sich nicht erst im Rahmen einer späteren Scheidung bemerkbar, sondern zeigen sich oftmals schon während des Bestehens. Zu denken ist hier zum Beispiel an die Finanzierung von Immobilienkrediten. Vor diesem Hintergrund haben sich die Bundesrepublik Deutschland und die Französische Republik zur Schaffung einer ergänzenden staatsvertraglichen Regelung entschlossen. Diese soll für mehr Rechtssicherheit und -klarheit sorgen.

Als sogenannte Wahl-Zugewinngemeinschaft ist der neue Güterstand zum 01. Mai 2013 in Kraft getreten. Er entspricht in weiten Teilen der deutschen Zugewinngemeinschaft und kann durch einen entsprechenden Ehevertrag vereinbart werden. Von der zusätzlichen Möglichkeit profitieren nicht nur binationale Paare, sondern auch Paare mit gleicher Staatsangehörigkeit. Voraussetzung zur Anwendung dieser Form der Zugewinngemeinschaft ist jedoch, dass der jeweilige Güterstand entweder dem französischen oder dem deutschen Recht unterliegt. In Deutschland ist die Möglichkeit zur Vereinbarung der Wahl-Zugewinngemeinschaft im neu formulierten 1519 BGB verankert.


Rechtstipp vom 21.05.2013
aus den Rechtsgebieten Familienrecht, Internationales Recht

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            Rechtsanwältin Kerstin Herms Rechtsanwältin Kerstin Herms

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