Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Neuer Mietspiegel für Berlin veröffentlicht

aus dem Rechtsgebiet Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht

Mieten in Berlin steigen von 5,84 Euro auf 6,39 Euro pro Quadratmeter

Am 19. Mai 2017 präsentierte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher den neuen Mietspiegel für Berlin. Aus diesem geht hervor, dass sich gerade die Mieten für besonders kleine und für besonders große Wohnungen erheblich gesteigert haben. Zu verzeichnen sind für Wohnungen mit unter 40 bzw. über 90 Quadratmetern Wohnfläche im Durchschnitt Steigerungen von rund 11 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung um 9,4 Prozent.

Welche Bedeutung hat der Mietspiegel?

Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete im frei finanzierten Wohnungsbau. Er dient als Begründungsmittel für Mieterhöhungen nach § 558 BGB und wird in Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessengruppen (d. h. Mieter- und Vermieterverbände) aufgestellt. Verlangt der Vermieter im Rahmen einer Mieterhöhung eine höhere Miete, als die ortsübliche Vergleichsmiete, ist das Mieterhöhungsverlagen unwirksam.

Grundsätzlich gibt der Mietspiegel für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete eine sogenannte Spanne sowie einen Mittelwert an. Die Einordnung innerhalb dieser Spanne erfolgt über die sogenannte Orientierungshilfe anhand von Sondermerkmalen. Ausgehend vom Mittelwert der Mietpreisspanne erfolgt eine Konkretisierung der ortsüblichen Vergleichsmiete nach oben (bei wohnwerterhöhenden Merkmalen) bzw. nach unten (bei wohnwertmindernden Merkmalen). Unterschieden wird dabei zwischen folgenden Merkmalgruppen:

  1. Bad
  2. Küche
  3. Wohnung
  4. Gebäude
  5. Wohnumfeld

Diese fünf Merkmalgruppen werden gegeneinander aufgerechnet. Überwiegen in allen fünf Merkmalgruppen die wohnwerterhöhenden Merkmale, liegt die ortsübliche Vergleichsmiete am oberen Ende der Spanne. Überwiegen in allen fünf Kategorien die wohnwertmindernden Merkmale, liegt die ortsübliche Vergleichsmiete am unteren Spannenwert.

Wollen Sie wissen, wieviel die ortsübliche Vergleichsmiete für Ihre Wohnung in Berlin beträgt, können Sie den Anfrageservice der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verwenden:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/

Neben den vorstehenden Anforderungen hat eine wirksame Anpassung der Miete an die ortsübliche Vergleichsmiete weitere Voraussetzungen. So ist die Jahressperrfrist ebenso einzuhalten wie die Kappungsgrenze.

Haben Sie weitere Fragen zu einer Mieterhöhung? Gerne stehen wir Ihnen bei mietrechtlichen Fragen anwaltlich zur Seite.

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Profil-Bild
            Rechtsanwalt Christian Nowak (Nowak Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft) Rechtsanwalt Christian Nowak

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors