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Nordcapital Bulkerflotte 1: Deutsche Bank könnte als Berater haften

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Schiffsfonds Nordcapital Bulkerflotte 1 ist liquidiert – aber Beraterhaftung möglich

Nordcapital Bulkerflotte 1 ist ein geschlossener Fonds in der Form des Schiffsfonds. Wie viele geschlossene Schiffsfonds geriet das Konstrukt, gerichtet auf die Generierung traumhafter Renditen für die Anleger, recht schnell in Schieflage. 

Die Nordcapital Bulkerflotte 1 GmbH & Co. KG wurde mittlerweile durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28. April 2017 zum 1. Januar 2018 liquidiert. Das bedeutet nach 10 Jahren das endgültige Ende für die Anleger, die nun keinen regulären Rückfluss des Investments mehr sehen werden.

Der ursprünglich mit 170 Millionen US-Dollar (145,96 Millionen Euro) kapitalisierte Fonds des Hamburger Emissionshauses Nordcapital GmbH benötigte bereits im Sommer 2011 von seinen über 5.000 Anlegern noch mal 26,8 Millionen Euro um nicht bereits damals Insolvenz anzumelden. Geplantes Laufzeitende des Fonds war eigentlich das Jahr 2026.

Es stellt sich damit die Frage, ob die jeweiligen Berater und Vermittler – Solvenz vorausgesetzt – noch haftbar gemacht werden können.

Vermittlung durch die Deutsche Bank AG

Die Deutsche Bank AG und die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG hatten dem Vernehmen und einiger bekannt gewordener Urteile nach den Fonds jedoch „als solides und aussichtsreiches Investment empfohlen, das – angeblich – zur Altersvorsorge geeignet sei“. Damit wurden die Risiken einer unternehmerischen Beteiligung mit Totalverlustrisiko – und das ist ein Schiffsfonds – bagatellisiert.

Ansprüche gegen den Anlagevermittler oder Anlageberater

Es sind also Ansprüche gegen die Deutsche Bank oder andere Berater/Vermittler denkbar.

Anlageberatung ist die vertraglich gewollte und aufgrund besonderer Sachkunde erteilte informierende Aufklärung und bewertende Beurteilung bestimmter Anlageformen, die sich bezieht auf eine konkret ins Auge gefasste oder zunächst unbestimmt gewollte Anlage (anlagegerechte Beratung) wie auch auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse dessen, der die Beratung in Anspruch nimmt (anlegergerechte Beratung).

Bei einer Anlagevermittlung durch die Bank ist regelmäßig vom Abschluss eines Beratungsvertrags auszugehen.

Davon ausgehend bestehen Anhaltspunkte für Falschberatungen, beispielsweise wenn eine unternehmerische Beteiligung als „sichere Anlage mit geringem Risiko“ oder dergleichen vermittelt wurde.

Es liegen mittlerweile Urteile vor, die die Deutsche Bank in beim Nordcapital Bulkerflotte 1 in der Beraterhaftung sehen.

Im Falle einer festgestellten Falschberatung erhält der Anleger sein Beteiligungskapital vollständig zurück.

Wichtig: Zehnjahresfrist und Verjährung – schnelles Handeln erforderlich !

Da die Mehrzahl der Zeichnungen im Jahr 2008 erfolgt sein wird, ist nunmehr die Zehnjahresfrist bei der Verjährung der Ansprüche unbedingt zu beachten.

Beispiel: Eine Falschberatung und Zeichnung am 01.09.2008 verjährt im ungünstigsten Fall bereits am 01.09.2018.

Aus diesem Grund empfehlen wir noch nicht anwaltlich beratenen Anlegern, sich schnellstmöglich an uns zu wenden.


Rechtstipp vom 21.07.2018
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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