Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Nordcapital Bullkerflotte 1: neue Urteile 2017, Rechtslage und Verjährung

(2)

Zwischenzeitlich liegen weitere aktuelle Entscheidungen des Landgerichts Frankfurt am Main, z. B. vom 17.03.2017 und vom Juli 2017, vor, in denen die beratende Bank wegen Falschberatung und Prospektfehlern zu Schadenersatz verurteilt worden ist.

Vor allem die festgestellten Prospektfehler sind äußerst interessant, da sich auch andere Anleger, völlig unabhängig von dem Inhalt und Ablauf der jeweiligen Beratung, auf diese berufen und Schadenersatz geltend machen können.

Im aktuellen Fall stellte das Landgericht Frankfurt am Main nun zutreffend fest, dass die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG ihre Pflicht, den Anleger über alle tatsächlichen Umstände, die für seinen Anlageentschluss von besonderer Bedeutung waren und sein konnten, richtig und vollständig zu informieren, verletzt hat. Das Urteil stützt sich auf die fehlende Aufklärung zu Schiffsgläubigerrechten und den Prospektfehler.

Konkret hält das Landgericht in seiner Entscheidung vom 17.03.2017 Folgendes fest: „Es stellt eine Beratungspflichtverletzung der Bank dar, wenn diese das Emissionsprospekt als Grundlage für die Beratung verwendet und das Prospekt fehlerhaft ist. Die Fehlerhaftigkeit des Emissionsprospekts bzgl. der Beteiligung an dem Fonds der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass in dem Prospekt nicht über das Risiko des Zugriffs der Schiffsgläubiger auf die Schiffe aufgeklärt wird, die im Verhältnis zum Anleger unbekannte Dritte sein können. Der Hinweis im Prospekt auf die Möglichkeit eines Totalverlustes reicht insoweit nicht aus, da aus diesem Hinweis keine vollumfängliche Information für das Treffen einer sachgerechten Entscheidung folgt, vielmehr muss der Anleger neben generellen Risiken über die Kapitalanlage konkret gefährdende Besonderheiten hingewiesen werden. (Rn.26)(Rn.28)(Rn.30)(Rn.33)(Rn.34)“.

Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser vertritt bundesweit zahlreiche Anleger sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich.

Die Schiffsfondsbeteiligung Nordcapital Bullkerflotte 1 wurde von Banken, z. B. von der Deutschen Bank, vertrieben.

Für eine erste unverbindliche und kostenfreie Bewertung und Beratung stehen Eser Rechtsanwälte bundesweit zu Verfügung. Eser Rechtsanwälte haben hierzu auch eine Interessengemeinschaft gegründet, an der interessierte Anleger kostenfrei teilnehmen können. Hierzu reicht bereits eine E-Mail, Stichwort: „Nordcapital Bullkerflotte 1“ aus.

Problem: drohende Verjährung

Schadensersatzansprüche können nur dann noch geltend gemacht werden, wenn diese nicht verjährt sind. Nach Auffassung von Rechtsanwalt Eser verjähren die Ansprüche am 31.12.2017, sodass besondere Eile geboten ist.

Für den Fall, dass eine Rechtsschutzversicherung besteht, wird die Deckungsanfrage kostenfrei geführt. Auf Wunsch können die Anwälte auch auf Basis einer Erfolgshonorarvereinbarung tätig werden.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins. Darüber hinaus lehrt er im Fachbereich Finanzdienstleistungen als Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart (DHBW). In Berlin (Friedrichstraße) ist eine Zweigstelle der Anwaltskanzlei vorhanden.


Rechtstipp vom 03.08.2017
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt K. Eser (Rechtsanwalt Eser Rechtsanwälte)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.