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OneCoin: Maßnahmen ausländischer Behörden (britische Finanzaufsicht, Haftbefehle in Indien)

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OneCoin: Britische Finanzmarktaufsichtsbehörde warnte bereits September 2016

Bereits mit Veröffentlichung vom 26. September 2016 warnte die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) Anleger vor dem Handel mit OneCoin.

Bei der Financial Conduct Authority handelt es sich um die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde zur Regulierung der Finanzdienstleistungsindustrie in Großbritannien. Mit einer auf ihrer Internetplattform getätigten Veröffentlichung vom 26. September 2016 warnt die Behörde die Verbraucher zur Vorsicht mit OneCoin. Wie die Behörde ausführt, vermarktet sich OneCoin als eine digitale Währung, basierend auf Kryptografie. Diese Währung soll nur in begrenzter Menge verfügbar sein. Dies bedeute Unabhängigkeit von Inflation. Darüber hinaus gebe es keine Bindung an eine Zentralbank.

Begründung der Finanzaufsicht

In weiterer Begründung der Besorgnis der Behörde wird ausgeführt, dass die Londoner Polizei derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen OneCoin führe. Die Behörde ruft darüber hinaus dazu auf, dass sich Betroffene an die zuständige Stelle Action Fraud wenden sollen.

Die Behörde führt ferner aus, dass die Firma von der Finanzmarktaufsicht nicht autorisiert sei und derzeit wohl auch keine Tätigkeiten ausführe, die eine Genehmigung erfordere. Allerdings sei die FCA besorgt über die potenziellen Risiken, die diese Firma für britische Verbraucher birgt. Da OneCoin derzeit keine finanzmarktrechtliche Genehmigung innehat, hätten die Verbraucher keinen Schutz vor dem sogenannten Financial Ombudsman Service und dem Financial Services Compensation Scheme.

18 Personen in Indien verhaftet

Zeitungen wie Times of India, Hindu und Hindustan Times berichten, dass 18 verantwortliche Personen im Zusammenhang mit Veranstaltungen über OneCoins im Land verhaftet wurden. Die Verhaftungen fanden offensichtlich am Sonntag, den 23. April 2017, statt. Die Polizei soll hierbei auch Geld von Bankkonten, die mit den Einzelpersonen verbunden sind, beschlagnahmt haben. Die Beamten gehen aber auch davon aus, dass noch weitere Konten bestehen können. Deren Verfolgung könnte deshalb schwierig sein, weil diese Konten nicht explizit mit OneCoin-Unternehmen verbunden sind.

Offensichtlich fand die Razzia während einer aktuellen OneCoin-Veranstaltung statt. In dieser wurden den Teilnehmern große Gewinne im Jahre 2018 versprochen. Offensichtlich gab es weitere Warnungen diverser Zentralbanken – nicht nur in Indien, sondern auch in Nigeria und Uganda.

Weitergehende Informationen zum Thema One-Coin finden Sie hier.

Über Adwus Rechtsanwälte

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Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. Adwus Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen.

Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen Adwus Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

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Rechtstipp vom 08.05.2017
Aktualisiert am 31.08.2017

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            Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte) Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

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