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Online-Glücksspiel: weitere PayPal-Forderungen abgewendet

Rechtstipp vom 02.11.2018
(10)
Rechtstipp vom 02.11.2018
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Auch weiterhin verzichtet PayPal darauf, widerrufene Lastschriften, die durch Einzahlungen bei Online-Casinos entstanden waren, gegen die Mandanten der Anwaltskanzlei Lenné einzuklagen. So waren bereits viele Spieler in der Lage, die unberechtigten Forderungen von PayPal erfolgreich abzuwehren.

Worum geht es?

Der Spieler tätigt über sein PayPal-Konto Einzahlungen bei einem oder mehreren Online-Casinos. Per Lastschrift belastet PayPal die Einzahlung bei dem Online-Casino dann dem Girokonto des Spielers. Der Kunde kann diese Lastschriften jedoch ohne Angabe von Gründen innerhalb von 8 Wochen widerrufen.

Nach dem Lastschriftwiderruf wird das Geld zurück auf das Girokonto gebucht und das PayPal-Konto geht ins Minus. PayPal macht die widerrufenen Zahlungen dann gegenüber dem Spieler geltend. Zahlt der Verbraucher nicht, schaltet PayPal für gewöhnlich ein Inkassounternehmen ein. Spieler, die sich nicht gegen die Forderung wehren, müssen mit einem gerichtlichen Mahnverfahren rechnen.

Warum kann PayPal seinen Anspruch nicht durchsetzen?

PayPal kann keinen Anspruch auf Ausgleich der offenen Lastschriftforderungen geltend machen, da die Veranstaltung und Vermittlung von öffentlichen Glücksspielen im Internet gemäß § 4 Abs. 4 GlüStV verboten ist. Und laut § 4 Abs. 1 GlüStV ist es den Zahlungsdienstleistern verboten, an Zahlungen im Zusammenhang mit Online-Glücksspiel mitzuwirken.

Von vorneherein hätte PayPal daher keinerlei Zahlung an den Veranstalter des unerlaubten Glücksspiels leisten dürfen. Folglich kann PayPal auch nicht den Ausgleich der Lastschriften verlangen.

Per PayPal Zahlungen an Online-Casino getätigt – wie verhalte ich mich?

Zunächst einmal sollten Sie nicht davor zurückschrecken, die entsprechenden Lastschriften sofort zu widerrufen (die Widerrufsfrist beträgt 8 Wochen). Lassen Sie sich von einem Anwalt beraten und setzen Sie Ihre Rechte durch. In einer Vielzahl von Fällen hat die Anwaltskanzlei Lenné die unberechtigten Forderungen von PayPal bereits erfolgreich abgewehrt.

In einem aktuellen Fall teilte PayPal der Kanzlei am 24.09.2018 zuletzt mit: „Die Forderungsbeitreibung in Bezug auf dieses PayPal-Konto wurde mit sofortiger Wirkung eingestellt.“ (Forderungsbetrag 52.155,00 €)

Weitere Beispiele für erwirkte Forderungseinstellungen:

  • 465,00 € am 24.09.2018
  • 11.543 € am 24.06.2018
  • 954,00 € am 07.05.2018
  • 412,14 € am 18.04.2018
  • 11.614 € am 09.04.2018
  • 900,00 € am 16.03.2018
  • und zahlreiche weitere

Gilt das auch, wenn nicht mit PayPal gezahlt wurde?

Wenn Sie Ihre Zahlungen mit anderen Zahlungsdienstleistern getätigt haben, stehen Ihnen ebenfalls Ansprüche auf Schadensersatz bzw. Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung gegen den jeweiligen Zahlungsdienstleister zu. Auch dann sollten Sie Ihre Ansprüche im Einzelfall von einem Anwalt prüfen lassen.

Die Anwaltskanzlei Lenné unterstützt Sie dabei selbstverständlich gerne. Lassen Sie sich in einem kostenlosen Erstgespräch beraten.


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