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Opel muss beim KBA Auskunft über Abgasreinigung erteilen

Rechtstipp vom 16.07.2018
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Rechtstipp vom 16.07.2018
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Im sogenannten Abgasskandal rückt nun auch Opel in den Fokus der Behörden. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums teilte vergangenen Freitag mit, dass es eine amtliche Anhörung gegen Opel wegen 3 Euro-6 Modellen zur Funktionsweise einer Abschalteinrichtung geben werde. Opel hat nun 2 Wochen Zeit für eine Stellungnahme an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Nach Presseberichten sollen rund 60.000 Insignia, Zafira und Cascada, die bis Sommer 2016 produziert wurden, betroffen sein. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen sich für Opel aus der Stellungnahme ergeben. 

Sollte der Abgasskandal auch die genannten Fahrzeuge betreffen, wird das Kraftfahrt-Bundesamt wie bereits bei zahlreichen VW-, Audi-, Seat- und nunmehr auch Daimler-Modellen wohl einen Rückruf der Fahrzeuge anordnen. Die hierbei ausgearbeiteten Software-Updates sind technisch jedoch mehr als umstritten. Zahlreiche Eigentümer klagen nach der Durchführung eines solchen Updates über Motorschäden oder einen erhöhten Kraftstoffverbrauch.

Der Käufer ist hier jedoch nicht rechtlos gestellt und kann vom Hersteller Schadensersatz verlangen. Vom Verkäufer kann die Ersatzlieferung eines Neufahrzeugs verlangt werden oder der Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt werden. Im Falle eines Rücktritts erhält der Käufer den Kaufpreis gegen Zahlung einer Nutzungsentschädigung und Rückgabe des Fahrzeugs erstattet. Gegenüber dem Verkäufer kann zudem die Minderung des Kaufpreises verlangt werden. Im Rahmen des VW-Abgasskandals setzten die Gerichte hierbei bisher Werte von 10 bis 20 % der Kaufsumme an.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Kaufrecht, Schadensersatzrecht & Schmerzensgeldrecht

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