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Opfer von Gewalt – kostenfreie Beweissicherung nach einem Gewaltkonflikt

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Seit ein paar Jahren hat das Institut für Rechtsmedizin Greifswald ein einzigartiges Angebot für Gewaltopfer:

Opfer von Gewalt können kostenlos und anonymisiert Verletzungen untersuchen, dokumentieren und zeitlich unbegrenzt verwahren lassen.

Gerade bei Sexualstraftaten ist die Scham der Opfer groß und der Schritt zur Polizei oder ins Krankenhaus wird nicht gern oder überhaupt nicht gegangen. Auch bei häuslicher Gewalt schweigen die Opfer meist längere Zeit; ertragen jahrelang und hoffen aus Liebe auf das Ende der Konflikte. Strafanzeigen werden nicht selten zurückgezogen. Altvorfälle sind nicht mehr beweisbar. Bei sexuellen Übergriffen gegenüber Kindern bewegen sich Eltern oft im Bereich von Vermutungen, möchten mutmaßliche Täter aus ihrem näheren Umfeld nicht anschuldigen. Die Kinder reden hierüber ohnehin nicht.

Im Institut für Rechtsmedizin der Universität Greifswald finden Opfer von Gewalt kompetente Hilfe. Es erfolgt eine umfassende Beratung unter ärztlicher Verschwiegenheitspflicht. Die an Ihrem Körper erhobenen Beweise werden zeitlich unbefristet archiviert. Wird später dann einmal ein schriftliches Gutachten notwendig, z. B. weil der Leidensdruck so steigt, dass Jahre später der Entschluss zur Strafanzeige gefasst wird, dann kann ein gerichtsverwertbares schriftliches Gutachten aus den Archivdaten abgefordert werden. Das schriftliche Gutachten ist kostenpflichtig.

Die Gewaltopferambulanz finden Sie hier: Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Rechtsmedizin

Stefan Blume, Fachanwalt für Strafrecht


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Opferhilfe, Strafrecht

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