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Out of Germany

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Made in Germany wurde in England erfunden. Es sollte Engländer vor dem Kauf minderwertiger ausländischer Waren schützen. Tatsächlich wurde es zum Qualitätssiegel. Aber gilt das heute noch? Globalisierung heißt die Entwicklung der letzten Jahrzehnte. So löst der Döner die Boulette ab, der Schaufensterbummel findet im World Wide Web statt und selbst medizinische Leistungen werden im Ausland gesucht. Schönheits-OP, Zahnersatz, Kinderwunschbehandlung, künstliche Hüften und und und. Worauf muss man achten?

1. Andere Länder, andere Sitten. Der Vertrag mit dem Arzt, dem Krankenhaus oder dem Labor unterliegen nicht deutschen Rechtsregeln. Wenn etwas schief geht, kennen sie sich mit den gesetzlichen und gerichtlichen Spielregeln nicht aus. Im Schadensfall wird es richtig teuer, denn z. B. ist der Grundsatz der Kostenerstattung eine typisch deutsche Spielregel, die im Ausland häufig nicht gilt.

2. Der medizinische Standard ist im Ausland oft ein anderer. Das muss man wissen und vertragen können. Auch die Verfügbarkeit medizinischer Produkte kann im Ausland deutlich anders ausfallen. Sind Sie beispielsweise auf bestimmte Medikamente angewiesen, können Sie Probleme bekommen.

3. Ihre Krankenkasse sollten Sie vorher fragen. Möglicherweise hängt die Erstattung der Heilbehandlungskosten von einer vorherigen Zustimmung ab. Hat die Kasse einer Behandlung in Deutschland für 10.000 € zugestimmt, muss sie deswegen nicht automatisch die Behandlung im Ausland für 5.000 € bezahlen. Kommt es im Nachhinein zu Komplikationen, wird sich die Versicherung bei der Erstattung der Nachbehandlungskosten in Deutschland möglicherweise querstellen.

Fazit: Billig zahlt man manchmal zweimal.

Anwaltskanzlei Dr. Zacharias

Volmerstraße 5, 12489 Berlin-Adlershof

Tel.: 6392-4567


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Medizinrecht, Sozialrecht

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