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Patientenverfügung – ohne Schmerzen angstfrei sterben

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Ohne Schmerzen zu Sterben, ist der Wunsch aller, die eine Patientenverfügung unterschreiben.

Doch die gängigen Muster sind meist zu allgemein gehalten. Ärzten und Angehörigen fehlen in vielen Verfügungen klare Vorgaben; und damit die Sicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen.

Oft fehlt eine klare Regelung, wann der Tod so nah ist, dass die normale Behandlung zur Gesundung beendet werden soll. Dies dürfen die Ärzte nicht allein entscheiden. Sie brauchen einen Bevollmächtigten, wenn der Patient nicht mehr ansprechbar ist.

Denn erst dann darf von den Ärzten auf palliative Behandlung umgestellt werden. Palliativ bedeutet: Die Ursachen der Krankheit werden nicht mehr behandelt, doch Schmerzen und zusätzliches Leiden werden verhindert. Der Patient darf schmerzfrei auf den Tod warten.

Dieser Zeitpunkt ist im Voraus nicht klar bestimmbar.

Prof. Dr. med. Koczulla ist Internist und Intensivmediziner. Er hat mich beraten, eine Patientenverfügung zu schreiben, die medizinisch sehr genau ist. Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Situationen – Unfall, tödliche Erkrankung, Demenz. Für die letzten Monate wie für die letzten Stunden gibt es je nach Krankheitsbild unterschiedliche Anweisungen.

Wichtig ist, einen vertrauten Menschen zu benennen, der mit den Ärzten zusammen entscheidet, so dass unnötiges Leid und Schmerzen vermieden werden. Es kann dafür nur ein Mensch bevollmächtigt werden, damit sich beispielsweise nicht mehrere Kinder am Krankenbett streiten. Natürlich wird eine stellvertretende Person benannt.

Die Angehörigen und Freunde, die informiert werden sollen, werden einzeln auf einem Kontaktbogen aufgelistet. Dieser Kontaktbogen wird der Patientenverfügung beigelegt. Die Ärzte müssen genau wissen, wem gegenüber keine Schweigepflicht besteht.

Unsere Patientenverfügung kann als Muster per Mail übersandt werden oder wird individuell auf Sie abgestimmt. Eventuelle Kosten der Beratung hierfür orientieren sich am Zeitaufwand. Die Daten der Angehörigen können sie selbst eintragen. Für den Bevollmächtigten muss eine Handynummer und die E-Mail angegeben werden, so dass die Ärzte stets Kontakt aufnehmen können. 


Rechtstipp vom 09.01.2018
aus der Themenwelt Gesundheit und Vorsorge und den Rechtsgebieten Betreuungsrecht, Medizinrecht

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