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Penell-Anleihe: Totalausfall nach Insolvenz?

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02.02.2015: Dem Bericht der heutigen Ausgabe des Handelsblattes zufolge ist das Elektrounternehmen Penell GmbH zahlungsunfähig. Dies habe ein Sprecher des Familienunternehmens bereits am Freitag dem Wirtschaftsblatt unter Berufung auf die Feststellungen eines Sanierungsgutachters bestätigt. Auch der Gemeinsame Vertreter (GV) der Anleihehalter und -Gläubiger, Frank Günther vom Finanzrestrukturierer One Square, schätze den Elektrogroßhändler als insolvent ein. Das Sanierungsgutachten des Wirtschaftsprüfers halte fest, dass „Penell aktuell zahlungsunfähig ist und dass keine positive Fortführungsprognose für die Gesellschaft besteht”. Der Kurs des Zinspapieres (WKN: A11QQ8/ISIN: DE000A11QQ82, Kupon in Höhe von 7,75 % und einer Laufzeit bis zum 10.06.2019) ist am heutigen Montag auf rund 10 % des Nennwertes eingebrochen.

Hiermit scheinen sich die schlimmsten Befürchtungen im Hinblick auf die für die Gläubiger unfassbaren Meldungen der letzten Wochen und Monate zu bestätigen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Kupferkabelhersteller die Anleger mit der grotesken Meldung geschockt, dass die als Sicherheit für die Anleihegläubiger beworbenen Kupfervorräte im Lager nicht einmal ansatzweise den angegebenen Mengen entsprächen. Eine „lückenlose und transparente” Aufarbeitung des Bilanzskandals wurde versprochen, die „Rahmenbedingungen einer etwaigen Fortführungsprognose” wurden angekündigt. Unterdessen berichteten verschiedene seriöse Quellen über die Aufnahme von Ermittlungen der zuständigen Darmstädter Staatsanwaltschaft. Die unternehmenseigene Homepage hingegen spricht weiterhin von „Kupfer als solider Sicherheit für Anleger”, „technologischer Kompetenz” und „attraktiver Besicherung”.

Fraglich ist nun für die geschädigten Anleger, wer für die unglaublichen Vorgänge sowie den hierdurch entstandenen Schaden haftbar ist. Infrage kommen dürften hier neben den Verantwortlichen in der Unternehmensführung, hier insbesondere Familienunternehmer und Geschäftsführer Kurt Penell sowie die im November aus der Unternehmensleitung ausgeschiedene Mutter Waltraut Penell die zuständigen Wirtschaftsprüfer und möglicherweise auch die die Begebung der Anleihe begleitenden Institutionen und Personen. Aus unserer Sicht dürfte darüber hinaus mindestens der Prüfungsbereich dahingehend eröffnet sein, ob möglicherweise Straftaten wie Insolvenzverschleppung und weitere Bankrotthandlungen im Spiele sein könnten.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist ständig mit hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten mandatiert und hat sich bereits über viele Jahre hinweg insbesondere im Hinblick auf die effektive Durchsetzung bestehender Forderungen eine ausgezeichnete Expertise erarbeitet. Wir empfehlen allen Betroffenen, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Geltendmachung und Sicherung getätigter Investments zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. Gerne dürfen Sie sich in dieser Hinsicht mit uns in Verbindung setzen, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann. 


Rechtstipp vom 02.02.2015

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