Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Teilen

E-Mail

Facebook

Twitter

LinkedIn

Xing

Link

Pflichtteilsanspruch und Schenkungen

(2)

Häufiger Anlass zu Streit und Klage sind Auseinandersetzungen über den Pflichtteil der enterbten Abkömmlinge.

Typische Konfliktpunkte sind: Wie ist das Vermögen zu bewerten? Sind eventuell Schenkungen an den Berechtigten geflossen, die anzurechnen sind? Wurden in den letzten 10 Jahren vor dem Tod Teile des Vermögens an Dritte verschenkt?

Schenkungen an den Pflichtteilsberechtigten selbst können seinen Anspruch vermindern, Schenkungen an Dritte können erhöhende Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen. Doch was, wenn die Schenkungen dem verstorbenen Elternteil des pflichtteilsberechtigten Enkelkindes gemacht wurden?

Das OLG München hat am 06.02.2019 (Az. 20 U 2354) einen Fall entschieden, in dem die enterbte Tochter von der Erblasserin Schenkungen erhalten hatte mit der Bestimmung, diese seien auf den Pflichtteil anzurechnen. Die Tochter verstarb vor der Erblasserin und hinterließ ein Kind, den Enkel. Dieser machte nach dem Tod der Großmutter Ansprüche geltend.

Das OLG entschied, dass Schenkungen an die Tochter keinen Pflichtteilsergänzungsanspruch des Enkels auslösen. Da der Erbe nachweisen konnte, dass die Anrechnung auf den Pflichtteil zwischen der Erblasserin und ihrer Tochter besprochen worden war, musste der Enkel auch diese Anrechnung gegen sich gelten lassen. Von seinem Pflichtteil blieb danach nichts übrig.

Haben Sie Fragen, zur richtigen Pflichtteilsberechnung, zum Pflichtteilsergänzungsanspruch, oder wie Sie eine Anrechnung auf Erbe/Pflichtteil rechtssicher gestalten? Sprechen Sie mich an!


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Erbrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.